| 18.11 Uhr

Startschuss für Möhrensaison

Startschuss für Möhrensaison
Gerd Sauerwein, Landwirtschaftskammer, Mario Brocker, Möhrenanbauer, und Bürgermeister Josef Heyes vor einem riesigen Klemmbandroder, mit dem sich an einem Tag rund 50 Tonnen Möhren auf einer Fläche von drei bis vier Hektar ernten lassen. FOTO: Schütz
Stadt Willich. Gutes Omen! Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Möhrensaison hat es endlich in Willich kräftig geregnet. In der Nacht zum Donnerstag fiel mehr Regen (27 l/m²) als in den beiden Monaten zuvor. Wasser, dass nicht nur für die Möhrenanbauer bares Geld wert ist. Von Lutz Schütz

Um mehr Aufmerksamkeit für die Arbeit der Landwirte und das Produkt Möhre zu gewinnen, haben die deutschen Möhrenabbauer und die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) am Donnerstag zum zweiten Mal eine Möhrensaison-Eröffnung gefeiert. Nach der Auftakt-Veranstaltung 2016 in der Pfalz, fand der offizielle Start der Rodung der Frühmöhren diesmal bei Brocker Möhren in Schiefbahn-Niederheide statt.

Der Willicher Bürgermeister Josef Heyes betonte bei seiner Ansprache die Pionierarbeit, die Senior-Chef Hans Brocker geleistet hat, sowohl im Anbau als auch bei der Vermarktung von Möhren. Dank modernster Kühltechnik erhält der Verbraucher heute nahezu das ganze Jahr über „feldfrische“ Möhren im Handel.

Für die AMI wies Dr. Hans-Christoph Behr auf den hohen Stellenwert der Möhre beim Verbraucher hin. Laut AMI-Statistik rangieren Möhren mit 8,1 Kilo/Jahr/Haushalt auf Platz zwei der meistgekauften Gemüse-Sorten hinter Tomaten (11,4 Kilo) und vor Zwiebeln und Gurken (je 7,4 Kilo). Im Bereich Bio-Gemüse liegen Möhren sogar unangefochten auf Platz 1.

In NRW befindet sich mit 2 870 Hektar rund ein Viertel der deutschen Gesamt-Anbaufläche. Das Niederheider Familienunternehmen Brocker Möhren produziert aktuell mit 50 Partner-Landwirten im kontrolliert-integriertem Anbau auf ca. 1 000 Hektar herkömmliche Möhren und mit 40 Bio-Landwirten auf ca. 400 Hekta

Bio-Möhren. Die Frühmöhren, deren Erntestart gefeiert wurde, wachsen vor allem auf den sandig leichten Böden im Kreis Viersen.

(Report Anzeigenblatt)