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Mit dem Motorrad durch den Herbst

Mit dem Motorrad durch den Herbst
Der Herbst hat für Motorradfahrer seinen besonderen Reiz, birgt aber auch zusätzliche Gefahren. FOTO: Auto-Medienportal.Net/IfZ
(ampnet). Temperaturen um die zehn Grad und darunter müssen nicht gleich bedeuten, das motorisierte Zweirad in den Winterschlaf zu schicken. Von Gabi Engels

Der Herbst bietet noch jede Menge Gelegenheiten, mit dem Roller oder Motorrad unterwegs zu sein und Touren durch bunte Landschaften zu genießen. Doch wie die anderen Jahreszeiten auch, birgt der Herbst einige Tücken, denen man insbesondere auf zwei Rädern Beachtung schenken sollte.

Die tiefstehende Sonne kann einem selber – aber auch einem entgegenkommenden Pkw-Fahrer – schnell mal die Sicht nehmen. Ein verschmutztes oder zerkratztes Visier fördert dabei den eigenen „Blindflug“, warnt das Institut für Zweiradsicherheit (IfZ). Die Säuberung oder gar der Austausch des Visiers wirken Wunder. Um dem unbeabsichtigten Übersehenwerden von anderen Verkehrsteilnehmern entgegenzuwirken, ist defensives und vorausschauendes Fahren wichtig.

Durch die oftmals feuchte Wetterlage und plötzlich auftretenden Nebel beschlägt das Visier stärker als sonst. Für schnelle Sicht kann es hilfreich sein, das Visier einen Spalt breit offen zu lassen oder beschlaghemmende Mittel einzusetzen. Gut beraten sind Motorrad- und Rollerfahrer mit doppelwandigen Visieren, die kaum noch beschlagen.

Gut erkennbare Bekleidung und die regelmäßige Kontrolle der Fahrzeugbeleuchtung sind bei der früher als gewohnt einsetzenden Dämmerung ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Kaum ist die Sonne verschwunden, wird es oft schlagartig deutlich kälter. Funktionsbekleidung mit herausnehmbarem Futter ist hier ebenso nützlich wie ein Windbreaker, der unterwegs schnell übergezogen werden kann.

Außerdem sollten sich motorisierte Zweiradfahrer auf vermehrten Wildwechsel einstellen. Das bedeutet: Weniger Tempo und erhöhte Bremsbereitschaft. Raureif: Zeichnen sich auf der Fahrbahnoberfläche Tau, Laub oder Raureif ab, gehören starkes Beschleunigen, extreme Schräglagen und kräftiges Bremsen nicht unbedingt auf die Tagesordnung.

Zudem verdrecken im Herbst Erntefahrzeuge Bundes-, Land- und Nebenstraßen. Auch hier gilt, weniger Tempo und mehr Aufmerksamkeit.

(StadtSpiegel)