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Verhaltenstipps für Flüchtlinge

Anrath. Der Karneval und seine Bräuche sind dem Niederrheiner natürlich geläufig – Menschen, die neu in der Region sind, kennen das dagegen nicht. Von Lutz Schütz

Darum hat das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW Informationstexte zum Thema Karneval entworfen, die in die Sprachen Englisch, Französisch und Arabisch übersetzt worden sind. Diese Texte sind in allen Landeseinrichtungen für Flüchtlinge (also auch im Katharinen-Hospital in Willich) an die Flüchtlinge verteilt worden sind.

Im Text wird unter anderem auf das Traditionelle des Festes und seine Wurzeln im katholisch geprägten Christentum verwiesen, aber eben auch auf übliche Verhaltensweisen. So heißt es dort, dass „wichtiger Grundsatz an Karneval Toleranz und Respekt“ sei: „Das gilt für jeden, der feiern will. Für Männer genauso wie für Frauen. Deshalb gilt: Feiern ist erlaubt, aber nur so, dass sich davon niemand gestört fühlt.“ Das gelte ganz besonders für den Umgang mit Mädchen und Frauen. Auch wenn diese sich reizvoll oder provokant kleideten, sei das keine Einladung oder Aufforderung, ihnen nahe zu treten! Der Kuss auf die Wange sei eine freundschaftliche Begrüßung im Karneval – aber nur dann, wenn die Frau damit eindeutig einverstanden sei!

Weiter gibt es konkrete Verhaltens-Tipps, zu Kostümen, Waffenattrappen und zur Rolle der Polizei, die während der Karnevalszeit vermehrt im Einsatz sei.

Die Texte sind für Interessierte in Englisch, Französisch und Arabisch über die Website der Stadt Willich (stadt-willich.de, => Willich hilft, Downloadbereich) abrufbar.

(StadtSpiegel)