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Zweitmeinung vor OP

Niederrhein. Doppelt heilt besser: Drei Viertel der gesetzlich Versicherten (74 Prozent) würden sich bei einer geplanten Operation eine Zweitmeinung bei einem anderen Mediziner einholen. Von Alexander Ruth

Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Wie wichtig diese Entscheidung sein kann, belegt das TK-Modellprojekt „Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-Operationen“. Danach erweisen sich im Schnitt mehr als vier von fünf Rücken-OPs als nicht notwendig.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben 370 TK-Versicherte das Angebot bereits genutzt. Bei 260 der Patienten (88 Prozent) haben die Spezialisten, bei denen die zweite Meinung eingeholt wurde, den operativen Eingriff als unnötig eingestuft.

Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung in NRW: „Jede verhinderte Operation ist ein Risiko weniger. Sehr häufig helfen alternative Behandlungen wie eine Physio- oder Schmerztherapie. Damit bleiben den Patienten Klinikaufenthalte und Operationsrisiken wie Nerven- und Gefäßschädigungen oder Narbenprobleme und Verwachsungen erspart.“

(Report Anzeigenblatt)