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Wetterfest sollte man sein

Wetterfest sollte man sein
Auch bei suboptimalem Wetter draußen im Einsatz: Lena Wehlings (links) und Vanessa Pfannenberg mit Udo Hormes. FOTO: Stadt Willich
Stadt Willich. Haben keine Angst, sich die Hände schmutzig zu machen: Lena Wehlings und Vanessa Pfannenberg sind im Freiwilligen Ökologischen Jahr bei der Stadt. Von Alexander Ruth

So unterschiedlich die Lebenssituation der beiden jungen Frauen auch sein mag: Aktuell sind beide bei der Stadt Willich im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) unterwegs – und bei beiden ist daran die Mutter „Schuld“: Lena Wehlings (20) aus St. Tönis und Vanessa Pfannenberg (19) aus Krefeld sind seit August letzten Jahres die beiden Willicher „FöJlerinnen“. Lena möchte demnächst gern Geographie studieren, Vanessa ist sich noch nicht ganz so sicher, wohin der Ausbildungsweg führt. Beide hatten jedenfalls Zeit zu überbrücken – und die Mütter der beiden lassen im Internet vom Angebot, bei der Stadt das FÖJ zu machen.

Beide bewarben sich, wurden ausgewählt – und haben es bislang nicht bereut. Generell soll mit dem jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, die sich im Übergang zwischen Schule und Beruf befinden, eine Chance für die persönliche und berufliche Lebensorientierung geboten werden“, so Sabine Zimmermann, Ausbildungsbeauftragte der Stadt Willich. Dabei werden mehrere Ziel verfolgt: Die Bereitschaft junger Menschen für ein freiwilliges Engagement soll gefördert werden, es werden Grundkenntnissen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes, ökologisches Bewusstsein und verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt gefördert, und die es gibt Einblicke in ökologische Berufsfelder – was berufliche Perspektiven in Tätigkeitsfeldern mit Zukunft aufbauen soll.

Eingesetzt werden die beiden seit August und bis Ende Juli unter anderem in der Eva Lorenz Umweltstation, im Schlosspark Neersen, sie werden aber auch – wenn das Wetter den Einsatz in diesen Arealen nicht zulässt in den üblichen Arbeitsablauf des Bauhofes „Gemeinschaftsbetriebe Willich“ (GBW) einbezogen: Allgemeine Garten-, Friedhofs- oder Parkunterhaltungsarbeiten stehen dann an.

Beide sehen das Team, in dem sie bei der Stadt arbeiten, sehr positiv – und sind froh, neue Arbeitsbereiche kennenzulernen und ganz konkret zum Beispiel den richtigen Umgang Werkzeug zu lernen. „Klar sollte man wetterfest sein und keine Angst haben, sich die Hände schmutzig zu machen“, lacht Lena, die aber die „große Vielseitigkeit“ des FÖJ schätzt und auch die Ausflüge ins Lateinische erwähnt: nebenher wird mancher Begriff aus der Botanik vermittelt. Und die – spricht Latein.

Vanessa freut sich nun vor allem auf den Frühling, wenn (in der wärmeren Jahreszeit) zur Aufgabe der beiden auch die Betreuung von Kindern in der Umweltstation im Schlosspark gehört: Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern aus den Bereich KITA und Grundschulen das Thema „Natur und Umwelt“ näher zu bringen: Über 1 800 Kinder besuchen jedes Jahr die Umweltstation, von dort geht es in Gruppen in den angrenzenden Wald, auf die Wiese oder an den Teich. Kindergeburtstage und Ferienspiele runden dieses Programm für Kinder ab. Vanessa: „Ich arbeite einfach sehr gerne mit Kindern und in der Natur – das passt.“

Bis Ende Juli sind die beiden jungen Frauen, die im Geschäftsbereich Stadtplanung von Udo Hormes betreut werden, noch im Einsatz – und Nachfolger werden für die Zeit ab August von Sabine Zimmermann schon gesucht: Bei ihr gibt es dann auch weitere Infos rund ums FÖJ, für das es übrigens ein „Taschengeld“ von 284 Euro im Monat gibt (Sabine Zimmermann, Telefon 02156 949202, E-Mail: sabine.zimmermann@stadt-willich.de).

(Report Anzeigenblatt)
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