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Was wird aus der Alleeschule in Anrath?

Anrath. Die Xcom AG, die inzwischen zur Fintech Group gehört, will – entgegen allen früheren Äußerungen – jetzt die das Anrather Stadtbild prägende Alleeschule wieder veräußern. Das Unternehmen hatte die Schule Ende 2013 für 750 000 Euro von der Stadt erworben und bietet sie jetzt für 1,15 Millionen Euro zum Verkauf an. Von Alexander Ruth

2013 gab es viel Widerstand gegen den Verkauf, sowohl von der SPD als auch von Anrather Bürgern. Die sogenannten „Anrather Köpfe“ hätten lieber die traditionsreiche Schule in ein Bürger- und Kulturzentrum umgewandelt. CDU und Verwaltung waren aus finanziellen Gründen (Umbau- und Betriebskosten) dagegen. Mit ihrer Mehrheit im Rat setzte die CDU 2013 den Verkauf des historischen Gebäudes durch. Die Xcom Ag investierte anschließend kräftig in das Gebäude, das seither den Firmensitz des IT-Unternehmens bildet, das Banken, Finanzdienstleister und Unternehmen im E-Commerce-Bereich betreut.

Die CDU-Fraktion im Willicher Stadtrat bedauert die Entscheidung des Eigentümers der Alleeschule in Anrath, diese verkaufen zu wollen. „Es ist wichtig, dass das historische Gebäude im Herzen von Anrath mit seiner historischen Fassade erhalten bleibt und auch weiterhin dort qualifizierte Arbeitsplätze angeboten werden“, sagt Dieter Lambertz, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, der auch den Verkauf an die Xcom AG mit eingefädelt hatte. „Die Alleeschule ist in einem hervorragenden Zustand. Wir gehen davon aus, dass sich ein Nutzer für das jetzt moderne Bürogebäude finden wird. Und wir fordern die Wirtschaftsförderung der Stadt Willich auf, hier unterstützend aktiv zu werden“, so Lambertz.

(StadtSpiegel)