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Warnstreiks in Kindergärten?

Stadt Willich. Die dritte Tarifverhandlungsrunde über die Entgeltordnung im Sozial- und Erziehungsdienst ging am Donnerstag in Düsseldorf ergebnislos zu Ende. Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen die Erzieherinnen und Erzieher sowie Kinderpfleger und -pflegerinnen. Von Lutz Schütz

„Wir haben unterschiedliche Auffassungen davon, was uns die Verantwortung für die Fürsorge unserer Kinder wert ist. Diese verschiedenen Ansichten waren auch heute nicht aus dem Weg zu räumen“, informiert Andreas Hemsing, stellvertretender Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft und Verhandlungsführer des dbb im Sozial- und Erziehungsdienst.

Nachdem die Verhandlungsrunde ergebnislos blieb, sind für Montag Unterstützungsstreiks zumindest in Aachen, Bonn, Essen und Mönchengladbach geplant. „Die Beschäftigten sind enttäuscht über die Haltung der Arbeitgeber und werden diese Enttäuschung bei Aktionen – unterstützend zu den Verhandlungen – zum Ausdruck bringen“, erklärt der dbb-Verhandlungsführer. Bei der Stadt Willich lagen bis Freitagmittag keine Erkenntnisse über geplante Streiks in städtischen Kindergärten im Bereich der Stadt Willich vor.

„Die Erzieherinnen und Kinderpfleger sind täglich mit einem stetig wachsenden Arbeitspensum konfrontiert. Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen ist anspruchsvoller und vielseitiger geworden. Genau diese Veränderungen müssen sich endlich in einer höheren Eingruppierung niederschlagen“, sagt Hemsing. Das KiTa-Personal sei unter anderem durch den seit 2013 gesetzlich geltenden Anspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige einer Mehrfachbelastung ausgesetzt.

(Report Anzeigenblatt)