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Vorkaufsrecht fürs Hospital ?

Vorkaufsrecht fürs Hospital  ?
Willichs CDU will die Entwicklung des Geländes des Katharinen-Hospitals nicht ortsfremden Investoren überlassen. FOTO: CDU
Stadt Willich. Geht es nach der CDU, soll die Stadt Willich ein Vorkaufsrecht auch für das Gelände des ehemaligen Katharinen-Hospitals erhalten. Von Alexander Ruth

Die CDU-Fraktion fordert, die bestehende Vorkaufsrechtssatzung der Stadt für das Zentrum von Alt-Willich so zu erweitern, dass perspektivisch gesehen die Entwicklung des Areals in den Händen der Stadt Willich liegt. Durch das Vorkaufsrecht sollen auch Grundstücke in der westlichen Innenstadt im Sinne der Stadtplanung weiterentwickelt werden können. „Das Gelände des ehemaligen Krankenhauses an der Bahnstraße nebst weiterer Grundstücke gehört zum Kernbereich der Willicher Innenstadt. Sollten die Gebäude frei werden, kann das Grundstück für die Entwicklung des Ortskerns genutzt werden“, sagt Sascha Faßbender, Sprecher der CDU-Fraktion im Willicher Planungsausschuss.

Derzeit wird das ehemalige Krankenhaus von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens noch als Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung genutzt, möglicherweise aber in naher Zukunft nicht mehr dafür in Anspruch genommen. „Sollte das Land die Unterkunft nicht mehr weiter führen, wäre es im Sinne der Stadt, das Gelände in die Planungen für die Innenstadt einzubeziehen. Für diesen Fall würden wir mit dem Vorkaufsrecht direkte Handlungsoptionen haben. Deswegen wäre es gut, wenn der Rat der geänderten Satzung noch vor der Sommerpause zustimmen würde“, sagt Christian Pakusch, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Planungsausschusses.

Die Entwicklung des Ortskerns von Alt-Willich ist Teil eines Gesamtkonzepts der CDU für die Belebung der Stadtteile: In Anrath und Neersen zum Beispiel sind die Bauarbeiten schon fertig, in Alt-Willich laufen sie bald mit der Umgestaltung des Marktplatzes an. Mit flächendeckendem WLAN in den Zentren soll die digitale Lebensqualität erhöht werden und zudem sollen Handel und Gastronomie gestärkt werden, die von den neu gestalteten Plätzen und Straßen profitieren.

(Report Anzeigenblatt)