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Vom Pagen zum Brudermeister

Vom Pagen zum Brudermeister
Erlebt sein erstes Schützenfest als Erster Brudermeister der Sebastianus-Schützenbruderschaft: Michael Klein. FOTO: Naus
Schiefbahn. Nach zwölf Jahren hat Brudermeister Manfred Hendricks den Stab weiter gegeben. Im Januar wurde Michael Klein zum neuen Brudermeister gewählt und tritt damit in große Fußstapfen. Von Lutz Schütz

Hendricks hat in einem Dutzend Jahren nicht nur alte Zöpfe wie das Open-Air-Festival abgeschnitten, sondern auch neue Akzente gesetzt. Die Königskrönung vor dem Altar der St. Hubertus-Kirche mit der Kevelaer-Wallfahrt gehört ebenso dazu wie das Oktoberfest.

Als Schlosser hat er die Verwirklichung des Schützendenkmals am Gänsebrunnen und den Wintergarten an der Schießanlage von der Idee bis zur Aufstellung vorangetrieben. So ganz geht der stets gut aufgelegte Hendricks dann aber doch nicht: Die Aktion „Schützen helfen“ wird der Ex-Brudermeister auch weiterhin mit seinem Organisationstalent begleiten.

Gleichwohl bleibt auch für „den Neuen“ noch einiges zu tun. Der 53 Jahre alte hauptamtliche Zeugwart der Willicher Feuerwehr ist dabei gut aufgestellt und hat viele Kontakte. Seit 43 Jahren kennt der Schiefbahner das heimische Schützenfest. Als Zehnjähriger war er bei seinen Eltern Michael und Änne Klein Page. Dieses Erlebnis hat den jungen Mann so begeistert, dass der Weg zuerst zu den Tellschützen, dann zum Jägerzug Gut Schuss und letztlich zur Gründungstruppe des Jägerzuges Joot Dropp führte. Hier war Klein von 2001 bis 2015 Zugführer.

Im vergangenen Jahr schnupperte der Familienvater dann in die Vorstandsarbeit in der St.-Sebatianus-Bruderschaft hinein und war schließlich auch bereit das höchste Amt der Bruderschaft anzutreten. Dabei wird der Schützenbruder von Ehefrau Cordula tatkräftig unterstützt. Da Tochter Julia bereits 23 Jahre alt ist und Sohn Philipp mit 15 Jahren auch schon fest im Schützenleben steht, hat der Brudermeister auch hier den Rücken frei.

(StadtSpiegel)