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Unternehmens-IT: Informationssicherheit ist zentrales Thema der kommenden Jahre

Hacker, spionierende Geheimdienste und Daten-Lecks – die Bedrohungen aus dem Netz nehmen zu. Wie reagieren Unternehmen auf die Anforderungen, die neue technische Innovationen an ihre IT-Strukturen stellen?

In den kommenden Jahren wird es vor allem ein Hauptproblem sein, das die Unternehmens-IT beschäftigt: Informationssicherheit. Aufgrund moderner Technologien haben sich die Anforderungen an die Infrastruktur und das Personal der IT-Abteilungen massiv verändert. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Integration technischer Innovationen wie Cloud-Computing, BYOD (Bring Your Own Device) und das Internet, um den alltäglichen Betrieb effizienter, sicherer und profitabler zu gestalten. Essenzielle Geschäftsprozesse werden so immer enger an die IT gebunden. Kommt es hier zu Ausfällen oder Sicherheitslücken, hat dies einen direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg.

Mit welchen Vorfällen IT-Spezialisten in diesem Zusammenhang rechnen müssen, zeigt eine Umfrage des Software-Entwicklers Solarwinds in Zusammenarbeit mit Market Connections, einem der führenden Forschungsinstitute der US-Regierung. Von 200 IT-Experten der staatlichen Verwaltung, des Militärs und der Geheimdienste gaben 47 Prozent der Befragten an, dass Übergriffe durch die Hacker-Community zu den großen Herausforderungen der kommenden Jahre zählen werden. 42 Prozent sehen eine Gefahr durch Insider, die unwissentlich oder durch unverantwortliches Handeln, also absichtlich Schaden verursachen. Bedenken gegenüber Angriffen durch Geheimdienste fremder Regierungen äußern 34 Prozent der befragten IT-Profis. 21 Prozent sehen ein Risiko in terroristische Attacken. Dass Daten durch interne Mitarbeiter willentlich weitergegeben werden könnten, fürchten hingegen nur 17 Prozent der Befragten. Dringender wird die Gefahr des Datendiebstahls durch sogenannte "Hacktivisten" eingestuft (26 Prozent).

Angesichts dieser Bedrohungen hat sich die Rolle der Unternehmens-IT auch in Deutschland grundlegend geändert. Dennoch sind viele IT-Abteilungen nur unzureichend auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Durch Virtualisierung, Mobilität und Cloud-Lösungen werden IT-Infrastrukturen zunehmend komplexer. Hier werden vor allem Schulungen benötigt, um Mitarbeiten die nötigen Fachkenntnisse zu vermitteln und für die Gefahren aus dem Netz zu sensibilisieren.