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UNICEF-Foto des Jahres

UNICEF-Foto des Jahres
Das Siegerfoto zeigt ein einjähriges Mädchen, das durch sein blondes Haar und die helle Haut auffällt, geerbt von seinem australischen Vater. Auf dem kleinen Foto sind Insa Hagemann und Stefan Finger zu sehen. FOTO: Hagemann/Finger
Berlin/Stadt Willich. Der Willicher Fotograf Stefan Finger und seine Kollegin Insa Hagemann sind Sieger des internationalen Wettbewerbs „UNICEF-Foto des Jahres“. Sie wurden gestern für ihre gemeinsame Reportage geehrt, die den Sextourismus und die Situation von Kindern ausländischer Väter auf den Philippinen thematisiert. Von Alexander Ruth

Der Wettbewerb ist zum 15. Mal von UNICEF Deutschland in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift GEO ausgerichtet worden. Neben drei ersten Preisen bestimmte die unabhängige Jury sechs ehrenvolle Erwähnungen. Für den Wettbewerb 2014 hatten 78 von internationalen Experten nominierte Fotografen aus 23 Ländern 2014 insgesamt 968 Bilder eingereicht.

„Insa Hagemann und Stefan Finger zeigen, wie sehr Sextourismus das Leben von Menschen in armen Ländern prägen kann“, sagte Dietmar Bär, Schauspieler und Mitgründer des Tatort-Vereins ( www.tatort-verein.org ). „Für ihre Recherchen haben sie auch die Hilfsorganisation PREDA besucht, die Opfer von sexueller Gewalt und Sextourismus aufnimmt – mit Unterstützung des Tatort-Vereins aus Deutschland.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Klaus J. Behrendt überreichte er am Dienstag in Berlin die Siegerurkunde.

„Das UNICEF-Foto des Jahres fordert uns auf, innezuhalten und hinzuschauen“, sagte UNICEF-Vorstand Peter-Matthias Gaede, „denn es führt uns vor Augen, welchen Weg wir weltweit noch vor uns haben, die Rechte der Kinder zu verwirklichen.“

(StadtSpiegel)