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Starker Anstieg der Grundstückspreise in Willich?

Stadt Willich. Mit der Finanzierung von Eigentum in Willich hat sich jüngst die FDP beschäftigt. Die Eigenheimförderung in Willich kam zuletzt im Zuge der Diskussionen um die Baulandpreise im geplanten Neubaugebiet „Schiefbahner Dreieck“ auf. Dort werden Preise je nach Lage zwischen 295 und 330 Euro pro Quadratmeter seitens der Stadt aufgerufen. Das sei weit mehr als der Wert per Ende 2015, als 240 Euro für eine gute Lage gemäß Gutachterausschuss für Willich ausgewiesen wurden, bemängeln die Liberalen. Von Lutz Schütz

Thomas Brandt, Sozialpolitiker der FDP im Stadtrat, lehnt dieses Preismodell ab: „Die Preise sind zu hoch und auch nicht sozialverträglich.“ Mit städtischen Förderprogrammen je nach Familiensituation den Kauf von Bauland zu fördern, hält die FDP für ungeeignet. Statt dessen fordern die Liberalen, jungen Familien den Weg zum Eigenheim zu erleichtern, indem die Grunderwerbssteuer abgeschafft werde.

Die Willicher Grünen sehen die Entwicklung der Grundstückspreise in Willich ebenfalls mit Sorge. „Für normalverdienende junge Familien sind die Willicher Grundstückspreise nicht mehr zu bezahlen“, so Parteivorsitzender Merlin Praetor. Die Grundstückspreise in Willich – auch für Neubaugrundstücke der Stadt – seien um rund 25 Prozent gestiegen. Eine Senkung der Grunderwerbsteuer helfe angesichts der stark gestiegenen Marktpreise aber wenig, so der Fraktionsvorsitzende Berg: „Die Grunderwerbssteuer dient auch dazu Spekulationen mit Grundstücken einzudämmen, die erheblich zu den Preissteigerungen beigetragen haben. Wenn Mehrbedarf an Wohnraum besteht, muss dieser geschaffen werden.“

Hier sind nach Überzeugung der Grünen Land, Kommune und private Investoren gefordert. Durch die Schaffung günstigen Mietwohnungsbaus durch Wohnungsbaugenossenschaften und öffentliche (Sozial-)Baumaßnahmen könnte das Angebot an bezahlbaren Wohnraum mittelfristig in der Stadt Willich deutlich erhöht werden.

(StadtSpiegel)