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Stadt stellt neue Sirenen auf

Stadt Willich. Ein bei Bedarf lautstarkes Comeback feiern die Sirenen. In den letzten Jahrzehnten hatte man geglaubt, die Warnung der Bevölkerung im Katastrophen- oder Gefahrenfall durch moderne Techniken ersetzen zu können. Inzwischen haben die Experten erkannt, dass die akustische Alarmierung die Menschen am schnellsten erreicht. Von Lutz Schütz

Im Kreis Viersen soll deshalb ein einheitliches und flächendeckendes Sirenenwarnsystem die Bevölkerung im Großschadensfall l warnen. Das Land hat dazu Mittel bereitgestellt. Von dem Geld hat die Stadt Willich jetzt zwei neue Anlagen angeschafft.

Auf der Pestalozzischule in Schiefbahn wurde eine alte Motorsirene aus den 60er Jahren durch ein Exemplar aus der neuen Sirenengeneration ersetzt: Die Warnsignale werden nicht mehr über einen Elektromotor, sondern über Lautsprecher erzeugt und haben eine wesentlich bessere Schallausbreitung. Konkret erreicht die neue Sirene größere Areale Richtung Niederheide und Knickelsdorf sowie zum Neubaugebiet „Langebendstraße“ und zum Gewerbegebiet „Am Nordkanal“.

Ein weiterer neuer Sirenenstandort befindet sich in Wekeln auf einem Heizkraftwerk an der Jupiterstraße. „Damit ist das gesamte Wohngebiet Wekeln abgedeckt“, so Zivilschützer Benjamin Rutz.

Stück für Stück soll das Sirenen-Netz nun weiter ausgebaut werden – wobei sich die Suche nach optimalen Aufstellungsorten für neue Sirenen bisweilen sehr schwierig gestaltet, da vorwiegend öffentliche Gebäude genutzt werden sollen. Rutz: „Beispielsweise besteht im Gewerbegebiet Münchheide noch gar keine Alarmierungsmöglichkeit.“

(Report Anzeigenblatt)