| 12.13 Uhr

Spenden für Notschlafstelle

Spenden für Notschlafstelle
Mit Spenden soll eine
Stadt Willich. Die Willicher „Streetwork“ sucht Fans und Unterstützer für eine Notschlafstelle. Von Alexander Ruth

Mit einem ungewöhnlichen Projekt bewirbt sich Willichs Streetworkerteam um Fans, Klicks und Unterstützung: Es geht um die Herrichtung einer „Notschlafstelle“, eines nicht mehr genutzten Trafohauses an der Jakob-Krebs-Straße. Mit Hilfe einer von der Volksbank unterstützten Crowdfundingaktion soll das Ganze ans Laufen kommen.

Grundproblematik und Idee: Die Streetworker haben beobachtet, dass der Bedarf für eine Notschlafstelle in den letzten Jahren immer größer geworden ist. Häufig trifft es junge Erwachsene (18–25 Jahre), die kurzfristig aufgenommen werden müssen, weil sie Zuhause von den Eltern rausgeworfen wurden. Die Unterbringung in der Pädagogischen Ambulanz ist aufgrund ihres Alters nicht mehr möglich – oft übernachten die jungen Erwachsenen dann auf der Straße.

Für die Willicher Streetworker ein unhaltbarer Zustand: „Wir wollen eine Notschlafstelle vorhalten, um kurzfristig Hilfe leisten zu können“, so Streetworkerin Tatjana Krafczyk. Aufnahme und Unterbringung der jungen Volljährigen in der Notschlafstelle würde über die Streetworker erfolgen, maximal sechs Wochen kann man hier bleiben, in dieser Zeit wird mit den jungen Menschen nach neuen Perspektiven gesucht (Suche einer Wohnung etc….), und auch die Betreuung der Notschlafstelle erfolgt durch den Bereich Streetwork.

Nun bestünde die Möglichkeit, ein Trafohaus an der Jakob Krebs Straße schräg gegenüber des Streetworkbüros im Cafe Rampenlicht zu nutzen – das allerdings befindet sich derzeit noch in einem desolaten Zustand und bedarf einiger Baumaßnahmen: Hausanschlüsse, Wasser, Strom, Kanal, Fenster, Heizung, neue Tür und Innenausbau. Baugenehmigung und Nutzungsänderung liegen vor, und jetzt könnte der Ausbau des Trafohauses beginnen.

„Könnte“ – denn dafür freilich braucht es Unterstützer: Hinter dem Projekt steht auch der Verein „Gutes beginnt im Kleinen“, der sich auf vielen Ebenen für Jugendliche und junge Menschen in Anrath und Umgebung engagiert. Gemeinsam mit dem Verein wollen die Streetworker das Projekt realisieren – und sind dabei auf die Möglichkeit des Crowdfundings gestoßen: Auf der entsprechenden Seite der Volksbank gibt es weitere Infos zum Projekt, wie man zunächst klickend (kostenlos) Fan werden und das Projekt so in die Finanzierungsphase bringen kann, wie das Ganze später vielleicht konkret unterstützt werden kann – wobei es hier sogar eine „Erfolg oder Geld zurück“-Klausel gibt: Kommt das Projekt nicht zustande, erhalten Spender ihr Geld zurück.

Nähere Infos, Klickmöglichkeiten zur Unterstützung samt „tierischem“ Hunde-Video zum Projekt auf der Volksbank-Crowdfundingseite (siehe auch Screenshot, www.voba-mg.viele-schaffen-mehr.de/notschlafstellewillich), weitere Infos rund um das Thema gibt es aber auch bei den beiden Streetworkerinnen Tatjana Krafczyk (0173 5225638) und Marion

Tank (0172 2611081).

(Report Anzeigenblatt)