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Spaß gehabt, viel gelernt

Spaß gehabt, viel gelernt
Meike Over (links) und Henrike Walter mit Udo Hormes vom Fachbereich Natur und Lebensraum im Rosarium am Neersener Schloss. FOTO: Stadt/plu
Stadt Willich. Meike Over und Henrike Walter: Ihr Freiwilliges Ökologische Jahr neigt sich dem Ende zu. Und es gibt viel zu berichten. Von Alexander Ruth

Seit zwei Jahren bietet die Stadt Willich das „FÖJ“ abgekürzte „Freiwillige Ökologische Jahr“ an. Und wenn man die beiden jungen Frauen, die aktuell am Start sind, nach ihren ehrlichen Eindrücken befragt – hört sich das Ganze wirklich nach einer sehr, sehr runden Sache an: Meike Over (19) und Henrike Walter (18), beide aus Mönchengladbach, sind absolut voll des Lobes. Über den Job und die Kollegen, aber auch über die damit zusammenhängenden, vielfältigen Erfahrungen, die sie sammeln konnten. Allgemeine wie spezifische: Sich nach der Schulzeit überhaupt erst mal im „richtigen Arbeitsleben“ orientieren zu können, sich in ein Team, in einen Arbeitsrhythmus einfinden zu können, sei schon eine wichtige Erfahrung gewesen.

Aber auch das konkrete Arbeiten mit der Truppe vom Bauhof, die Gartenarbeit mit dem NABU, an den Rosen im Rosarium und vor allem mit den Kindergruppen in der Eva-Lorenz-Umweltstation hätten nicht nur Spaß gemacht, sondern auch eine Menge an theoretischem und praktischen Wissen gebracht. Schätzen gelernt haben die beiden, die ein Taschengeld von knapp 300 Euro für ihre Tätigkeit pro Monat erhalten, vor allem die Vielseitigkeit des FÖJs bei der Stadt: bei den zum Jahr gehörenden fünf externen Seminaren (Themen unter anderem Energie, Globalisierung und Konsum, Landwirtschaft oder Nationalpark Eifel) traf man auf andere FÖJler, die zu ihrer überschaubaren Begeisterung weniger variabel eingesetzt wurden.

Henrike und Meike wurden bei der Stadt Willich dagegen wirklich vielfältig eingesetzt: Ob man beispielsweise Hecken oder Bäume geschnitten, Beete gesäubert, schlicht Laub beseitigt, Apfelsaft gepresst, Beete bepflanzt, Rosen in Rankegitter geflochten oder mit Kindergruppen in der Umweltstation in Kleingruppen den Vögeln auf der Spur war – Spaß hat ihnen fast alles gemacht.

Ende Juli läuft das FÖJ für die jungen Frauen aus, für beide schließt sich übrigens eine Ausbildung in Richtung Verwaltung an – eine startet ein duales Studium in Gladbach, die andere möchte Verwaltungsfachangestellte in Viersen werden. Die beiden hören also bald auf – Chance für zwei „Neue“, die FÖJler Stellen bei der Stadt zu ergattern. Bis Ende Mai kann man sich bewerben – nähere Infos rund ums FÖJ bei der Stadt Willich hat Udo Hormes (02156/ 949262, Udo.Hormes@stadt-willich.de).

(Report Anzeigenblatt)