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Sonne lacht erst zur Parade

Sonne lacht erst zur Parade
Das Neersener Königshaus um das Königspaar Jürgen und Sabine Leipertz nimmt von der Tribüne auf dem Minoritenplatz die Parade des Regiments ab. FOTO: Kunze
Neersen. Pünktlich zu Parade und Zapfenstreich hatten sich am Sonntag die Wolken verzogen. Selbst die Sonne kam zum Vorschein und lächelte auf die gekrönten Häupter von Neersen herab. Den Umzug hatten Vorstand und Generalität allerdings zuvor wegen Regens absagen müssen. Von Lutz Schütz

Kinderkönigin Helena Busch ist mit ihren elf Jahren schon eine ganz Große. Im hellen Ballkleid mit Blumenstrauß und Diadem schreitet sie mit ihrem Prinzen Jan Scheuner majestätisch neben Jugendprinzessin Stefanie Tegtmeier sowie dem Königspaar Jürgen und Sabine Leipertz vom Thron zur Tanzfläche. Dann legt das junge Paar einen Ehrentanz hin, der sogar Präsident Robert Bruntrup staunen lässt. Der Schützenchef verkündet stolz vor dem nächsten Ehrentanz: „So etwas habe ich noch nicht gesehen. Die beiden tanzen einfach wunderbar, darauf müsst ihr mal achten!“ Viele Beobachter waren sich sofort sicher: Da steht eine zukünftige Schützenkönigin.

Auf der anderen Seite der Altersskala sorgte Ehrenpräsident Manfred Gumbinger für rauschenden Beifall. 21 Jahre hatte er an der Spitze der Bruderschaft gestanden, feierte jetzt seinen 80. Geburtstag und wurde nun für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft geehrt. Über das Silberne Verdienstkreuz freuten sich außerdem Brudermeister Daniel Miertz, der frühere Schützenkönig Simon Höpfner und Jürgen Stelzer. Außerdem ernannten die Schützen Helmut Wimmer und Günter Wilms zu Ehrenmitgliedern.

Für das Königshaus um Jürgen und Sabine Leipertz mit den Ministerpaaren Bernd mit Claire Gerring und Rolf mit Andrea Thelen sowie Königsoffizier Ralf mit Gabi Scheuffgen hatte der Festmarathon bereits am Donnerstagabend begonnen. Zum gemütlichen Festauftakt in der Residenz waren rund 100 Freunde und Bekannte gekommen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite spielte eine niederländische Blaskapelle auf und das Königspaar machte in der Dämmerung die Straße zum Ballsaal, tanze ins Festtreiben hinein.

Genau so rauschend flogen auch die Festbälle mit den Willicher Gastschützen Vereinen vorbei, und selbst König Fußball musste sich dem Schützentreiben geschlagen geben. Das spannende Elfmeterschießen spielte Samstagnacht im Festzelt nur eine untergeordnete Rolle.

Der Regen am Sonntag hatte da deutlichere Auswirkungen. Nach kurzer Beratung beschlossen Vorstand und Generalität, auf den Umzug zu verzichten und nur zur Parade aufzuziehen.

(StadtSpiegel)