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Schottische Perfektion begeistert Schützen

Schottische Perfektion begeistert Schützen
Leider war das Wetter oft durchwachsen, trotzdem gab es gute Stimmung und tolle Paraden beim Schützenfest in Willich. FOTO: Kunze
Schützenfest in Willich - bei fast strahlendem Wetter wurde am letzten Wochenende das große ASV-Schützefest in Willich gefeiert. Von der Redaktion

Stadt Willich (mk).

Langsam, fast gemächlich aber höllisch akkurat setzt Ian McGreechan seine Füße auf das Pflaster vor der Ehrentribüne auf dem Willicher Marktplatz. Auch die Arme bewegen sich wie mit dem Lineal abgemessen und der Tambourstab bewegt sich in den Händen des drahtigen Drum Majors geradezu majestätisch, als McGreechan an der Spitze der Central Band of the Royal Britisch Legion Scotland an König Toni I. Linden vorbeimarschiert. Haltung ist alles für die mehr als drei Dutzend schottischen Musiker, von denen die meisten selbst in der Army gedient hatten. Der Aufmarsch der Central Band an der Spitze der 88 Willicher Schützenzüge zur Musikshow ist seit Jahren einer der großen Höhepunkte des ASV-Schützenfestes. Die bunten Blumenhörner werden da zur Dekoration und auch die Zuschauer sind mucksmäuschen still, denn auch die von sonoren Dudelsäcken unterstrichene musikalische Leistung der Musikgruppe ist absolut herausragend.

Der Aufzug ist aber zugleich auch Kulisse für einige besondere Ehrungen. So gratulierte Protokollchef Joachim Kothen dem Königspaar von 1990, Wolfgang und Gabi Dohmgans, zum 25-jährigen Thronjubiläum. Außerdem wurde Horst Randel durch Präsident Willi Stennes feierlich aus dem Ehrenrat verabschiedet. Der altgediente Schütze gehört dem Gremium seit dessen Gründung an und war lange Jahre dessen Präsident. Jetzt zog er sich auf eigenen Wunsch zurück, um den Schützenruhestand noch etwas mehr zu genießen. Er begab sich mit Gattin Paule auf die Ehrentribüne, wo bereits etliche prominente Gäste warteten. So ist auch der japanische Generalkonsul Kaoru Shimakazi mit einigen Gästen eifriger Beobachter der Parade gewesen. Aber auch 40 ganz einfache Menschen durften diesmal auf Einladung des ASV dieses für sie völlig ungewohnte Schauspiel von den begehrten Plätzen aus verfolgen. Der Schützenverein hatte nämlich etliche Flüchtlinge, die seit Wochen im ehemaligen Krankenhaus logieren eingeladen. Vorab hatte Anna Rieve ihnen die Hintergründe des Aufmarsches erklärt.

(StadtSpiegel)