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Rote Karte immer dabei

Stadt Willich. Die neue Notfallkarte, welche die Stadt Willich auf Initiative des Seniorenbeirats hat drucken lassen, ist rot, 9,6 cm hoch, 7,4 cm breit und zweifach gefaltet. Gedacht ist sie für alle wichtigen Daten, die von Ersthelfern dringend gebraucht werden. Von Lutz Schütz

Auf die Idee ist Toni Zuschlag bei einem Spaziergang mit einer Bekannten gekommen: „Die Dame konnte meine Fragen, wer im Notfall benachrichtigt werden soll und wer informiert ist, welche Arzneimittel sie regelmäßig einnehmen muss, nur mit einem ratlosen Schulterzucken beantworten.“

Hier kann eine Notfallkarte in der Geldbörse und eine weitere Karte, die in Augenhöhe innen neben der Wohnungstür angebracht wird, lebensrettend sein. Der Seniorenbeirat und der Sozialausschuss der Stadt Willich stimmten der Erstellung der Notfallkarte zu. Diese spart wichtige Zeit und hilft, Rettungsdiensten und Ärzten im Notfall und informiert schnell und umfassend, um vor Ort die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Als Partner der Aktion wurde von Seniorenstelle und Seniorenbeirat schnell und unbürokratisch die Volksbank Mönchengladbach ins Boot geholt. „Damit haben wir nun, nach der Umstellung der Notfallversorgung in Willich vor einem Jahr, einen weiteren Baustein für die Notversorgung der Bürger in der Stadt Willich erstellt.“, meint Charly Röttgen, Vorsitzender des Seniorenbeirats.

„Ich sage den Senioren immer: diese Notfallkarte ist die Kreditkarte Leben“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates, Toni Zuschlag, die Bedeutung des neuen Leporellos. In die rote Notfallkarte können die Senioren ihre persönlichen Daten, Handynummer, Blutgruppe, Angaben zu Grunderkrankungen, Medikamenten, etc., eintragen.

Für Volksbank-Vorstand Otmar Tibes war es keine Frage, dass die neuen Notfallkarten nicht nur in den Stadtteilbüros, Begegnungsstätten, oder auch Apotheken ausgelegt werden. Mit seinem in der Seniorenbetreuung erfahrenen Mitarbeiter Michael Grewe wird die Volksbank dafür sorgen, dass die Notfallkarte weiter verbreitet wird.

In Willich leben derzeit etwa 13 000 Senioren. Die erste Auflage der Karten wird sicher schnell vergriffen sein bemerkte Tibes. Für ihn sei aber vor allem entscheidend, „dass zwar möglichst viele Karten ausgegeben werden, aber am Besten niemand die 112 anrufen muss.“

(Report Anzeigenblatt)