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Renaturierung der Cloer

Renaturierung der Cloer
Gruppenbild mit Kindern der Kita Pappelallee: Bürgermeister Josef Heyes, Dezernentin Martina Stall sowie Verbandsvorsitzender Peter Joppen freuten sich über die Hilfe der Jungen und Mädchen, die fleißig Wasser für die Bäumchen holten. FOTO: Schütz
Neersen. Eine Kindergartengruppe der Kita Pappelallee hat jetzt Bürgermeister Josef Heyes, Dezernentin Martina Stall und Peter Joppen, Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes Mittleren Niers, dabei geholfen, Bäume entlang der Cloer im Bereich Bettrather Dyk zu pflanzen. Von Lutz Schütz

Dies war Auftakt einer weiteren ökologische Verbesserung an der an der Cloer, die der Verband im letzten Jahr am Bettrather Dyk begonnen hat. Im ersten Schritt wurde die im 19. Jahrhundert kanalisierte Cloer wieder naturnah zurückgebaut. Das Flüsschen, das jetzt wieder mäandern darf, hat dadurch neuen Rückraum für Hochwasser erhalten. Die Maßnahmen dienen vor allem dazu, zu verhindern, dass nach starken Regenfällen das Wasser aus der Cloer zu schnell in die Niers abfließt. An den neuen Uferbereichen fehlen aber noch Bäume. Würde man die Natur sich selbst überlassen, würde es Jahrzehnte dauern, bis Bäume entlang des umgestalteten Abschnitts der Cloer stehen würden.

Zur besseren Beschattung des Gewässers und zur Schaffung neuen Lebensraumes werden deshalb insgesamt 82 Bäume und lebensraumtypischen Sträucher gepflanzt. Dabei handelt es sich um Weiden, Eschen und Erlen, wie sie typisch für den Niederrhein sind. Zudem wird an hydraulisch unproblematischen Punkten Totholz eingebaut. Dadurch entstehen Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten, die verschiedene Lebensräume für Kleinstlebewesen im Wasser schaffen. Dies führt zu einer besseren Gewässerstruktur und damit zu einer ökologischen Verbesserung der Cloer.

Für die Kinder der Kita Pappelallee war der Ausflug an die Cloer natürlich ein großes Abenteuer. Mit Feuereifer halfen sie dabei, die Bäumchen zu den Pflanzstellen zu tragen. Vor allem schleppten sie aber unzählige Eimer mit Wasser, damit die gepflanzten Weiden, Eschen und Erlen direkt bewässert werden konnten.

(Report Anzeigenblatt)