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Radler sind besonders gefährdet

Im Kreis Viersen verunglücken mehr Senioren als im Landesdurchschnitt. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ) liegt mit 300,01 (pro 100 000 Einwohner ab 65 Jahren) deutlich über dem NRW-Schnitt von 259,03. Von Lutz Schütz

Kreis Viersen (stz).

Im Jahr 2017 verunglückten 193 Senioren (darunter zwei tödlich) auf den Straßen des Kreises. 22 Verunglückte weniger als im Jahr 2016, aber immer noch zu viele. Die meisten Unfälle in dieser Altersgruppe passieren mit dem Rad oder dem Pedelec. Mit diesen Fortbewegungsmitteln verunglückten im Vorjahr 83 betagte Menschen.

In knapp 60 Prozent aller Unfälle haben aber nicht die Senioren, sondern andere Verkehrsteilnehmer durch ihr Fehlverhalten den Unfall verursacht. Deshalb ruft die Kreispolizei auf zu erhöhter Aufmerksamkeit und mehr Rücksichtnahme den Senioren gegenüber.

In den letzten Wochen waren betagte Menschen im Kreis Viersen zunehmend im Fokus betrügerischer Banden. Hunderte Senioren erhielten Anrufe angeblicher Polizeibeamter, Nichten, Neffen, Enkel oder Staatsanwälte. Gezielt suchen die Betrüger anhand altmodisch klingender Vornamen aus den Telefonbüchern ältere Menschen als Opfer aus, um sie um ihre Wertsachen zu bringen. Häufig werden die Angerufenen über Stunden massiv unter Druck gesetzt, bis die Betrüger Erfolg haben.

Hier richtet die Polizei einen Appell an Angehörige, dass sie ihre älteren Verwandten über die Tricks der Betrüger und Diebe aufklären. Zudem sollte jeder Bürger die Polizei über den Notruf 110 informieren, sobald er in Einkaufsstraßen Bettler mit Klemmbrettern oder Ähnlichem beobachtet.

(StadtSpiegel)