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Provisorien für den Übergang

Provisorien für den Übergang
In der städtischen Kindertagesstätte Alperhof können die betreuten Kind unter pädagogischer Anleitung ihre Kreativität ausleben. So einen Kindergartenplatz wünschen sich alle Eltern für ihre Sprösslinge. FOTO: Archiv/Büntig
Stadt Willich. In der Stadt Willich fehlen Kindergartenplätze – in allen Stadtteilen. Deshalb soll der Kindergartenausbau vorangetrieben werden. Jugendhilfeausschuss und Planungsausschuss wollen hier zukünftig eng zusammenarbeiten. Für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung der bereits geplanten neuen Betreuungsstätten sind aber Übergangslösungen notwendig. Das haben bereits auch CDU und SPD erkannt. Von Lutz Schütz

So hat die SPD die Verwaltung um konkrete Zahlen gebeten, wie hoch der Bedarf zum nächsten Kindergartenjahr sein wird und wie die Engpässe bis zur Fertigstellung der beschlossenen Neubauten überbrückt werden sollen. Denn dass es an vielen Stellen eng wird, zeigen nicht nur die letzten Prognosen, welche die Stadtverwaltung dem Jugendhilfeausschuss im Mai vorgelegt hat.

Die CDU hat sich dafür ausgesprochen, neben den bereits beschlossenen Neubauten für den Kindergarten Traumland in Wekeln X und für den Kindergarten „Villa Kunterbunt“ im Bereich Reinershof in Alt-Willich, Schiefbahn und Anrath schnellstmöglich einen weiteren Kindergarten zu bauen. „Die aktuell hohe Nachfrage nach Kindergartenplätzen wird nachhaltig noch weiter steigen. Auf diese Entwicklung müssen Stadtverwaltung und Politik reagieren“, sagt Dieter Lambertz, Obmann der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss.

Zudem fordern die Christdemokraten die Verwaltung auf, schnell temporäre Einrichtungen, zum Beispiel durch Erweiterungen, umzusetzen, damit alle Willicher Kinder zum neuen Kindergartenjahr einen Kindergartenplatz bekommen können. Für Anrath steht bereits fest, das für das kommende Kindergartenjahr eine provisorische Einrichtung in Modulbauweise auf dem städtischen Gelände Lerchenfeldstraße bereitstehen wird.

Für die SPD betont der Jugendhilfeausschussvorsitzende Dietmar Winkels, dass für die Übergangszeit die vorhandenen Kitas nicht stärker ausgelastet werden dürften. Überbelegungen seien auf Dauer auch immer Überbelastungen für alle Beteiligten. Wenn schon Provisorien nötig seien, dann müsse dafür ausreichend Platz, Personal und ein pädagogisches Konzept vorhanden sein.

(StadtSpiegel)