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Prächtige Parade

Prächtige Parade
Schützenkönig Frank Göllner nimmt die Parade ab. Besonders gut gefallen haben ihm die Blumenhörner, die vorbeigetragen wurden. FOTO: Kunze
Schiefbahn. Die Sonne lacht, König Frank Göllner auch, vor der Königstribüne auf der Hochstraße zelebriert die Böhler-Werkskapelle ihre Musikshow: Aber im Mittelpunkt steht in diesem Moment ein anderer. Page Niklas Pohl im Samtkostüm mit Barett und Federchen strahlt bis über beide Ohren, weil er das musikalische Spektakel dirigieren darf. Von Lutz Schütz

Hunderte Schaulustige, können den jungen Mann nicht schrecken, er scheint sie gar nicht zu bemerken, ist nur gebannt, dass über 30 Musiker nach seinem Dirigentenstab zu spielen scheinen. Die anschließende Parade ist dann wieder etwas für den König, die Minister Wolfgang und Anke Akkermann sowie Detlef und Ruth Empt und die Prinzen Thore Scheer und Nico Kirchkamp sowie die übrigen Ehrengäste auf der Tribüne.

Ambiente hatten die Schiefbahner Schützen in diesem Jahr übrigens auch im Zelt geschaffen. In kräftigem Schwarz-Gelb erstrahlte die Tribüne des sportbegeisterten Königspaares Frank und Angie. Das Mittelteil des Prachtbaus zierte der Nürburgring, der sich auch auf Königssilber und Königsorden wiederfindet, Blumen waren mit glänzenden Radkappen kombiniert und – stilecht – bildeten Formel-1-Reifen vom Ring die Blumenvasen der Tribüne – im wahrsten Sinne des Wortes: abgefahren!

Vor dieser Kulisse bestritt der neue Brudermeister Michael Klein seine Feuertaufe mit Bravour, führte souverän durchs Programm, begrüßte die vielen Gäste und Königshäuser und ließ sich von der neuen Aufgabe nicht stressen. Vorgänger Manfred Hendricks, der als Zugführer der Stiefelbrüder offensichtlich ein relaxtes Fest absolvierte, freute sich über die Ernennung zum Ehrenbrudermeister. Johannes Bungter erhielt ebenfalls eine Urkunde. Nach eingehender Recherche hatte der Vorstand festgestellt, dass es kein Hindernis gebe, zwei lebende Ehrenplatzmajore zu ernennen. Der gestandene Schütze hatte als einziges Mitglied der abgetretenen Regimentsführung wegen der unklaren Situation ein Jahr auf die verdiente Auszeichnung warten müssen und war sichtlich bewegt.

Tribünenbauer Franz Peter Baumanns durfte sich über den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften freuen, während Klaus Rieger für seine Unterstützung der Jungschützenarbeit das Silberne Verdienstkreuz erhielt. Unter großem Jubel ehrte Jungschützenmeister Sebastian Foitzik seinen früheren Stellvertreter und ehemaligen Regimentskönig Jens Scheffler mit dem Schiefbahner Jungschützenorden.

(StadtSpiegel)