| 13.12 Uhr

Parteien distanzieren sich

Stadt Willich. CDU, SPD und FDP in Willich kritisieren dem Anschlag auf die Kugelahornbäume auf dem Marktplatz von Alt-Willich. Unbekannte hatten einige der Bäume angeritzt. Von Lutz Schütz

„Wir verurteilen die Angriffe auf die Bäume. Das ist eine Straftat und gehört nicht in eine politische Auseinandersetzung, die wir um den Bürgerentscheid führten“, sagt Christian Pakusch, Vorsitzender des Planungsausschusses. „Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP möchten den Marktplatz neu gestalten, für mehr Leben, Gastronomie und Handel im Zentrum von Alt-Willich. Nach dem Umbau werden Eichen und große Feldahorne gepflanzt, Willich bleibt also auch nach dem Umbau grün.“

Die Fraktionen hätten der Bürgerinitiative zum Erhalt der Kugelahorne sogar angeboten, alle Bäume an einen anderen Standort in Willich umzusetzen. Darauf sei die Initiative nicht eingegangen.

„Die Bürgerinitiative ist verantwortlich für die Polarisierung über den Bürgerentscheid. Mit ihrem Unwillen zum Kompromiss, aggressiver Stimmungsmache und persönlichen Schmähungen gegenüber Ratsmitgliedern hat sie den Ton verschärft“, meint sogar Angelika Baumbach (FDP), Mitglied im Planungsausschuss.

„FDP, SPD und CDU in Willich begrüßen den Bürgerentscheid, damit die Willicher das letzte Wort über die Zukunft des Ortskerns haben. Die Bürger entscheiden: Stillstand in Willich oder ein Ortskern aus einem Guss, wie in anderen Stadtteilen auch“, nutzt Ulrich Bünstorf, SPD-Obmann im Planungsausschuss die Distanzierung von dem Anschlag auf die Bäume, um für ein „Nein“ zum Erhalt der Kugelahorne – und damit für einen neuen und schöneren Marktplatz – zu werben.

(StadtSpiegel)