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Noch fehlen viele Lehrstellen

Noch fehlen viele Lehrstellen
Der 16-jährige Ben Rehms aus Willich mit seinem zukünftigen Lehrherrn Pasquale Ricci aus Krefeld. FOTO: Agentur für Arbeit
Niederrhein. Keine schöne Nachricht für Jugendliche, die nach dem Sommer eine Ausbildung beginnen möchten: Derzeit gibt es für 100 Bewerber lediglich 59 Stellen im Bereich des Kreises Viersen. Von Lutz Schütz

„Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist weiterhin nicht optimal, auch wenn sich bei einer etwas geringeren Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern und einem leichten Zuwachs bei der Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen die rechnerische Relation zwischen Nachfrage und Angebot etwas verbessert hat“, sagt Evelyn Schotten, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit für Krefeld und den Kreis Viersen. Bei einem Angebot von nur 59 Ausbildungsstellen für 100 Bewerberinnen und Bewerber (Krefeld 65:100) im Kreis Viersen hoffe sie, dass sich bis Ende September noch einiges tut werde.

Präsentiert wurden die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt bei der Firma Motor Meccanica Ricci in Krefeld, die sich in diesem Jahr entschlossen hat, erstmals auszubilden. Inhaber Pasquale Ricci hatte beim ersten Azubi-Speed-Dating in Krefeld im Oktober 2014 die Bewerbungsunterlagen von Ben Rehms (16), Schüler in der Klasse 10 der Gesamtschule Willich, erhalten. Jetzt wurde ein Ausbildungsvertrag daraus.

„Die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen, und die besten Fachkräfte sind die, die ein Betrieb selber ausbildet“, ermutigt Evelyn Schotten Arbeitgeber, diesem Beispiel Folge zu leisten und ebenfalls in die Ausbildung einzusteigen.

„Noch fällt meine Bilanz zur Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt eher gemischt aus, aber ich bin optimistisch, dass sich noch eine weitere positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt in unserer Region zeigen wird“, so Schotten. Den Bewerbern rät sie, den Kopf nicht hängen zu lassen: „Jetzt beginnt die zweite Halbzeit, und da kann man das Blatt noch wenden. Man sollte aber auch nicht nur nach einem Beruf schauen, sondern auch die Alternativen checken“. In der Region Mittlerer Niederrhein stehen rund 200 verschiedene Berufe zur Auswahl.

(StadtSpiegel)
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