| 00.00 Uhr

Niederrhein soll Marke werden

Niederrhein soll Marke werden
Der Wiener Zukunftsforscher Andreas Reiter begleitet den Prozess, den Niederrhein als eine Tourismus-Marke zu etablieren. FOTO: NTG
Stadt Willich. Was macht den Niederrhein aus, was sind seine Stärken? Wie kann man die Region touristisch noch besser vermarkten? Damit hat sich jetzt ein erster Workshop der Niederrhein Tourismus GmbH beschäftigt. Das Ziel: eine Marke für den Niederrhein zu entwickeln. Von Lutz Schütz

Rund 30 Teilnehmer kamen dazu im Hotel Ramshof in Neersen zusammen. Sie sind Vertreter von Unternehmen, der Touristikbranche, Kultureinrichtungen und Wirtschaftsförderungen am Niederrhein. „Wir haben im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Übernachtungen gezählt, das ist ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, machte die Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, Martina Baumgärtner, zum Auftakt deutlich. Dies wolle man noch weiter voranbringen über eine Marke, die auch nach innen wirkt, damit sich noch mehr Partner anschließen und beteiligen können. „Wir wollen einen Prozess für die Region in Gang setzen“, sagte Baumgärtner.

Dieser Prozess wird vom Zukunftsforscher Andreas Reiter (Wien) geleitet. Er machte die Gruppe mit seinen Vorstellungen einer „Marke“ vertraut. Danach ist eine Marke der gute Ruf, der einem Standort vorauseilt. „Marken haben Freunde oder Fans, keine Kunden“, sagt Reiter, der schon touristische Ziele wie Hamburg und Wien oder auch Destinationen wie die Alpenregion Tegernsee-Schliersee beraten hat. Eine Marke entfalte emotionale Wirkung, rufe Vorstellungsbilder im Kopf der Menschen hervor. „Dies müssen wir schaffen: eine vereinfachte Botschaft in der heutigen Informationsflut“, sagt Reiter.

Eine Marke ist das, was der Kunde kauft. Und für Reiter unabdinglich: „Eine Marke ist immer eine Spitzenleistung, nicht viele.“ Damit machte er deutlich, dass es nicht darum geht, Vielfalt zu betonen. Seine Botschaft: „Nur der Erste zählt.“ Das soll nun in den weiteren Workshops herausgebildet werden. Dabei müsse man herausfinden, worin die DNA des Niederrheins liegt. Reiter: „Wir müssen klar machen, wofür wir stehen, wofür wir in Zukunft bekannt und begehrt sein wollen.“ Daraus leite sich ab, was der Niederrhein künftig in sein Schaufenster stellt.

(Report Anzeigenblatt)