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Neuer Arbeitskreis Wassermanagement

Neersen. Viele Niersanlieger haben fristgerecht Einsprüche gegen die geplante Ausweisung eines Überschwemmungsgebiet am Grenzweg eingereicht. Von Lutz Schütz

Nanette Amfaldern, Vorsitzende des Umweltausschusses, begrüßt die Vielfalt der Argumente: „Je mehr Argumente von unterschiedlichen Seiten gegen die Ausweisung vorgebracht werden, desto genauer muss sich die Bezirksregierung hiermit auseinandersetzen.“ Die Ausweisung hätte weitreichende Folgen für die Grundstückseigentümer, zu denen auch die Stadt Willich gehört. Die Bezirksregierung hat der Technischen Beigeordneten der Stadt Willich Martina Stall zugesagt, mit den betroffenen Bürgern in den nächsten Wochen ein Gespräch zu führen.

Die CDU in Willich möchte sich aber mit den Problemen Grund- und Hochwasser grundsätzlicher beschäftigen. Auf Antrag der CDU Fraktion hat der Umweltausschuss der Stadt Willich in seiner letzten Sitzung beschlossen, einen Arbeitskreis Wassermanagement einzurichten. Ziel ist es, das Thema Wasser in der Stadt Willich zu begleiten.

So treten immer wieder Probleme durch einen zu hohen Wasserstand der Niers auf, auch die unzureichende Pflege der zulaufenden Gräben wird von der Bevölkerung bemängelt. „Es ist wichtig, alle betreffenden Akteure an einen Tisch zu holen“, so Guido Görtz, stellvertretender Bürgermeister und Sprecher der CDU im Umweltausschuss. Wasser- und Bodenverband, Niersverband.

Auch die Stadt Mönchengladbach, die alle Regen- und Abwässer in die Niers ableitet, und nicht zuletzt betroffene Anwohner sowie interessierte Bürger sind nunmehr aufgerufen, gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, das sich der Wasserthematik annimmt. Auslöser für den Antrag sei unter anderem der Hilferuf der Anwohner des Grenzwegs gewesen, sagte Heinz Amfaldern, stellvertretender Parteivorsitzender der CDU und Bürgerrundenleiter in Neersen. In den Diskussionen mit den Bürgern waren immer mehr Fragen aufgekommen, die auch nach Ansicht von Nanette Amfaldern einer näheren Behandlung durch ein fachkundiges Gremium bedürfen.

Es gelte hier gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen, die den Bürgern helfen, aber auch von den betroffenen Verbänden mitgetragen werden können, um zu einem nachhaltigen Ergebnis zu kommen, so Amfaldern.

(StadtSpiegel)
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