| 11.41 Uhr

Milch – der besondere Stoff

Milch – der besondere Stoff
Dem Thema Milch widmet sich eine Ausstellung im Niederrheinischen Freilichtmuseum. Kreis-Kulturdezernent Ingo Schabrich (2.v.r.), Museumsleiterin Anke Wielebski (Mitte), Frederik Grundmeier (2.v.l.), Referent im LVR Freilichtmuseum Lindlar, Frank Maurer (l.), Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW, sowie Renate Fürtjes vom Verein Milch und Kultur hoffen auf viele Besucher. FOTO: Freilichtmuseum
Kreis Viersen. Milch ist aus unserem Speiseplan kaum wegzudenken. Sie ist die erste Nahrung der Säuglinge bei Mensch und Tier und begleitet uns durchs Leben, ob als Käse, Quark, Eis, Joghurt oder Butter. Von Lutz Schütz

„Diese Vielseitigkeit, die lange kulturhistorische Geschichte der Milchwirtschaft und nicht zuletzt die Aktualität des Themas machen eine Milch-Ausstellung so interessant“, sagt Ingo Schabrich, Kreisdirektor und Kulturdezernent des Kreises Viersen.

Das Niederrheinische Freilichtmuseum hat die Ausstellung „Von der Kuh ins Kühlregal – Eine Milchmachausstellung“ vom LVR-Freilichtmuseum in Lindlar nach Grefrath geholt. Bis Pfingstmontag, 21. Mai, ist die Ausstellung im Obergeschoss der Dorenburg zu sehen. Der Eintritt ist frei. Besucher bezahlen allein den regulären Museumseintritt.

Zu sehen ist die facettenreiche Geschichte der Milchwirtschaft: von den ersten domestizierten Rindern im Nahen Osten vor über 10 000 Jahren bis zur aktuellen Subventionspolitik der Europäischen Union. Das Team des Niederrheinischen Freilichtmuseums um Leiterin Anke Wielebski hat die Ausstellung um passende Exponate ergänzt. Ein Brettspiel und ein Milchlotto machten beispielsweise vor allem den Nachwuchs mit der Milchwirtschaft vertraut.

Die Besucher erfahren, wie die Bauern früher mit flachen Keramikschüsseln, Satten genannt, Butter herstellten. Später übernahm eine Zentrifuge diese Arbeit. „Denn mit der stetig wachsenden Bevölkerung stieg der Milchbedarf Mitte des 19. Jahrhunderts rasant an“, sagt Frederik Grundmeier, wissenschaftlicher Referent im LVR Freilichtmuseum Lindlar und Kurator der Ausstellung.

Zeitgleich wuchs die Reichweite und Auslastung der Molkereien. Die Eisenbahn und die Motorisierung des Straßenverkehrs machten es möglich, Milch über weitere Strecken zu transportieren. Historische Milchkannen und Glasflaschen sind in der Ausstellung ebenso zu sehen wie eine Fülle historischer Fotos.

Anhand der Texte und teilweise unveröffentlichter Fotografien zeichnet die Ausstellung in der Dorenburg den Beginn und die Entwicklung der modernen Milchwirtschaft im Rheinland und in Westfalen nach.

(Report Anzeigenblatt)
Weitere Empfehlungen für Sie!Anzeige