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Marienaltar wieder komplett

Marienaltar wieder komplett
Ulrich Bons und Annette Hegger vom Vorstand des Kirchbauvereins freuen sich drüber, dass der Marienaltar wieder komplett ist. FOTO: Schütz
Anrath. Zum zehnjährigen Bestehen hat sich der Kirchbauverein St. Johannes Anrath selbst ein Geschenk gemacht: Für 25 000 Euro wurde der Marienaltar von einer Stettiner Werkstatt so rekonstruiert, das er jetzt wieder den visuellen Abschluss des nördlichen Seitenschiffs bildet. Von Lutz Schütz

Eine Mensa (Altartisch), die früher im alten Anrather Krankenhaus stand, wurde dem dunklen Ton des Altarbildes angepasst. Eine neue Predula bildet das Zwischenstück. Der renovierte Altar wurde ursprünglich 1898 vom damaligen Anrather Bürgermeister Carl Gierlichs gestiftet. Im Nachgang des Zweiten Vatikanischen Konzils in den 1960er Jahren wurde er zersägt. Während die Mensa damals zerstört wurde, wurde das Altarbild einfach an der Wand befestigt. Jetzt steht der Marienaltar wieder als freitragende Konstruktion. Er wurde von der Stettiner Restaurationswerkstatt Pracownie Stolarskie überarbeitet (unter Koordination von Dr. Cirotzki-Christ von der Hinsbecker Partnerfirma). Fehlende Figuren oder Teile von vorhandenen Figuren sowie das Rankwerk im Mittelturm wurden ergänzt.

In den zehn Jahren seines Bestehens hat der Kirchbauverein St. Johannes Anrath eine viertel Million Euro in den Erhalt der Anrather Kirche investiert. Das ging natürlich nur, weil die Anrather fleißig für ihre Pfarrkirche gespendet haben. Aktuell hat der Verein noch eine Rücklage von 65 000 Euro. Geld, das den Grundstock für die geplante Restaurierung und Rekonstruktion des St.-Johannes-Altars bildet, der ebenfalls in den 1960er Jahren zersägt und teilweise zerstört wurde. Rund 100 000 Euro werden die Kosten nach ersten Schätzungen betragen. Diese Summe muss der Förderverein alleine aufbringen.

Denn vom Bistum gibt’s zukünftig keinen Cent mehr für Arbeiten an der Anrather Kirche. St. Johannes ist aufgrund eines GdG-Beschlusses komplett aus jeglicher Förderung herausgenommen worden. Lediglich die laufenden Fassadenarbeiten (Verfugung des südlichen Seitenschiffs und der Turmfront) werden noch aus Kirchensteuermitteln bezuschusst.

(StadtSpiegel)