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LOT – eine Erfolgsgeschichte

LOT – eine Erfolgsgeschichte
Freuen sich über das Engagement der Willicher und bildeten das Leitungsteam von LOT (von links): die Pfarrer Markus Poltermann und Rolf Klein, Koordinatorin Anna Rieve, Annedore Kirchner sowie Jutta van Amern und Gaby Persens (beide scheiden jetzt aus). FOTO: Schütz
Willich. Zwischen 400 und 450 Asylbewerber leben derzeit im ehemaligen Katharinen-Hospital in Willich. Betreut werden sie nicht nur vom Sozialdienst der Firma European Homecare (im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg), sondern auch von 50 ehrenamtlichen Helfern der Initiative LOT. Von Lutz Schütz

Knapp elf Monate leben nun Flüchtlinge in der Unterbringungseinrichtung des Landes. Die Initiative LOT wurde aber schon in der Umbauzeit des Bettenhochhauses gegründet. Federführend waren neben der Gemeinschaft der katholischen Gemeinden auch die evangelische Emmaus-Kirchengemeinde und der Arbeitskreis Fremde in der Stadt Willich, der sich schon seit 1993 für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, die einen festen Wohnsitz in der Stadt Willich haben (und sich darauf zukünftig konzentrieren wird).

Vom know-how des Arbeitskreises Fremde konnte die Initiative LOT (

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olerant) vor allem zu Beginn der Arbeit profitieren. Noch wichtiger war aber, dass das Bistum Aachen 21 500 Euro aus Kirchensteuermitteln für die Asylarbeit in der Stadt Willich zur Verfügung gestellt hat. Finanziert werden konnten damit zwei 450-Euro-Kräfte. Zum einen konnte so Anna Rieve als Koordinatorin der ehrenamtlichen Hilfe eingesetzt werden, zum anderen wurde die 450-Euro-Stelle von Annedore Kirchner für 2015 gesichert. Sie betreut Asylbewerber, die an der Krefelder Straße im Alten Pfarrheim von St. Maria Rosenkranz dauerhaft untergebracht sind. Pfarrer Markus Poltermann ist sich sicher, dass das Bistum die Stellen auch 2016 weiter finanzieren wird, zumal das Bistum seinen Migrationsfond gerade noch einmal aufgestockt hat.

Funktioniert hätte die Initiative LOT aber nicht ohne das Engagement der Willicher, sei es als ehrenamtlicher Helfer im Hospital oder als Spender von Geld- und Sachmitteln. Damit alle Willicher Kontakt zu den Flüchtlingen im Hospital aufnehmen können, ist in Kürze die Einrichtung eines Begegnungszentrums in der ehemaligen Kapelle des Schwesternheims an der Bahnstraße geplant.

(StadtSpiegel)