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Landwirte in der Zwickmühle

Landwirte in der Zwickmühle
Sprachen über die Landwirtschaft (v.l.): Bürgermeister Josef Heyes, Technische Beigeordnete Martina Stall, Christian Meyer, Christian Küskens, Sebastian Gores, Uwe Schummer, Peter Friesen, Theo Heyes, Helmut Oellers und Dr. Michael Heintges. FOTO: Stadt Willich
tadt Willich. Hohe Pachtpreise, die seit einem Jahr von sinkenden Produktpreisen begleitet werden: Bei Bürgermeister Heyes kam jetzt Vertreter der hiesigen Landwirte zusammen und sprachen über die negativen und positiven Aussichten in der Landwirtschaft. Von Alexander Ruth

„Landwirtschaft heißt mit der Natur wirtschaften, dies bedeutet die Ressourcen und die Umwelt schonen, da diese die Existenzgrundlagen der Landwirtschaft sind“, resümierte nach Abschluss der Gesprächsrunde Bürgermeister Josef Heyes. Seine Gesprächspartner im Neersener Schloss waren die Ortslandwirte Helmut Oellers, Christian Meyer, Peter Friesen und Dr. Michael Heintges, Stadtlandwirt Theo Heyes, Kreisbauernvorsitzender Christian Küskens und der Geschäftsführer der Kreisstelle des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, Sebastian Gores.

Auch brennende Themen wurden erörtert. Hierzu gehört die bei den Landwirten deutlich spürbare Verknappung an landwirtschaftlichen Flächen. Diese Verknappung habe einen starken Anstieg der Preise für Ackerflächen zur Folge. Im Huckepack der hohen Grund- und Bodenpreise stiegen auch die Pachtpreise, die seit einem Jahr von sinkenden Produktpreisen, besonders bei Milch und Getreide, begleitet würden.

Angesprochen wurde auch der Flächenverbrauch der öffentlichen Hand. Hier wurde die zurzeit laufende Machbarkeitsstufe für eine nördlichen Umgehungsstraße für Schiefbahn und der daraus resultierende hohe Bedarf an Bau- wie Ausgleichsflächen diskutiert. Die Technische Beigeordnete Martina Stall stellte hierzu die bereits in Krefeld praktizierte Möglichkeit der Einrichtung von alternierenden Blüh- und Ackerrandstreifen vor, die in Zusammenarbeit mit der „Stiftung Rheinische Kulturlandschaft“ umgesetzt wird. Feldfluren werden damit aufgelockert und bieten Fasanen, Hasen und Lerchen Rückzugmöglichkeiten. Beklagt wurde die sinkende Population an Fasanen, Hasen, Rebhühnern und Kiwitzen, die durch die starke Zunahme des Dohlen-, Krähen- und Elsterbestandes massiv gefährdet sind.

Auch der Unterhalt der Wirtschaftswege und die gegenseitige Akzeptanz zwischen Naherholungssuchenden und Landwirtschaft wurden erörtert.

Erfreut nahm Uwe Schummer (MdB) als langjähriger Bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Mitteilung entgegen, dass die Zahl der Auszubildenden in der Landwirtschaft zunimmt. Aus Sicht der Landwirtschaft wurde die ortsnahe schulische Ausbildung im Kreis-Berufskolleg in Willich als gut bewertet.

Christian Küskens und Sebastian Gores kündigten von Seiten der Landwirtschaft und des Verbandes zudem öf

fentliche Informationskampagnen an.

(StadtSpiegel)