| 12.52 Uhr

Land ist gefordert

Land ist gefordert
Dr. Marcus Optendrenk, MdL, die Bürgermeister Christian Wagner und Frank Gellen, Andre Kuper, MdL, Dr. Stefan Berger, MdL, und der Willicher Bürgermeister Josef Heyes (von links). FOTO: privat
Kreis Viersen. Im Düsseldorfer Landtag trafen sich jetzt die Bürgermeister Christian Wagner (Nettetal), Frank Gellen (Brüggen) und Josef Heyes (Willich) zum Gespräch mit den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Berger und Dr. Marcus Optendrenk über die Flüchtlingssituation in den Kommunen im Kreis Viersen. Von Lutz Schütz

Über 4 000 Flüchtlinge sind bereits im Kreis Viersen aufgenommen worden. Insbesondere Frank Gellen berichtete, dass Brüggen nicht mehr über die notwendigen Kapazitäten für weitere Flüchtlingsunterbringungen verfüge.

Andre Kuper, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, machte deutlich, dass grundsätzlich die Flüchtlingsaufnahme in NRW verbesserungsbedürftig sei: „Die Flüchtlinge werden ungleich verteilt: Einzelne Ruhrgebietsstädte wie zum Beispiel Duisburg werden bevorzugt. Landkreise dagegen müssen im Durchschnitt mehr Flüchtlinge unterbringen. Hier verlangen wir eine Änderung durch die Landesregierung und fordern grundsätzlich, dass Innenminister Jäger ein funktionierendes Verteilungssystem endlich realisiert.“

Die Abgeordneten Berger und Optendrenk erwarten mehr Unterstützung von der Landesregierung: „Wenn mittlerweile jede vierte Kommune kaum noch in der Lage ist, Flüchtlinge auszunehmen, muss der Innenminister endlich aufwachen.“ Im Kreis Viersen werde überdurchschnittlich hohes Engagement geleistet. Die CDU fordert von der Landesregierung die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Kommunen in die Lage versetzt werden, Integrationsarbeit in Schulen und Kindergärten sowie Deutschunterricht zu planen und umsetzen zu können.

(StadtSpiegel)