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Kultur: Niemanden ausschließen

Stadt Willich. Alle Senioren sollen an kulturellen Veranstaltungen in der Stadt Willich teilnehmen können. Deshalb macht sich der Seniorenbeirat für einen Kultur-Rabatt für Senioren mit reduziertem Einkommen stark. Von Kellys Grammatikou

Dabei sollen, so der stellvertretende Vorsitzende Toni Zuschlag, Senioren mit reduziertem Einkommen Rabatte analog zur Regelung der Kreis-Volkshochschule bekommen.

Die VHS des Kreises ermäßigt auf Antrag den Beziehern von Arbeitslosengeld I das Entgelt um 30 Prozent, Beziehern Arbeitslosengeld II und Hilfe zum Lebensunterhalt um 50 Prozent. Wie Zuschlag erläutert, liegt die Zahl der Betroffenen in Willich nach den Angaben des Sozialatlas der Stadt Willich aktuell im dreistelligen Bereich: „Wir sind davon überzeugt, dass damit hier eindeutig Handlungsbedarf in Blick auf die ältere Generation besteht.“

Auch die Tatsache, dass seitens der Stadt kein Rabatt für Personen mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 50 Prozent und mehr zu Kulturveranstaltungen – wie in anderen Städten des Kreises Viersen üblich – angeboten werde, hält der Seniorenberat „für sehr bedenklich“: Auch hier bittet man, im übrigen gemeinsam mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt, um eine Überprüfung. Zuschlag: „Unser Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung, Senioren mit reduziertem Einkommen und Personen mit Behinderung nachhaltig die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Stadt Willich zu ermöglichen – da darf einfach niemand aufgrund reduzierter finanzieller Möglichkeiten ausgeschlossen oder zurückgelasse

n werden.“

(StadtSpiegel)