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Kugelbäume sollen weg

Kugelbäume sollen weg
Die Poller und auch die Kugelahorn-Bäume rund um die Kirche müssen weg, dafür soll ein bodengleiches Wasserspiel in der Platzmitte kommen, das bei Bedarf abgestellt und überbaut werden kann (Marktstände, Tribüne der Schützen). FOTO: Schütz
Willich. Komplett aufräumen und neu gestalten wollen die vier Planungsbüros den Willicher Markt, die sich seit Anfang Mai mit der Aufgabe befassen, den zentralen Platz von Alt-Willich attraktiver zu machen. In einer Zwischenpräsentation in der Aula der Kolpingschule haben die Büros aufgezeigt, welchen Weg sie gehen wollen. Von Lutz Schütz

Den Rahmen für die Planungswerkstatt, an der sich die Büros Davids, Terfrüchte & Partner (DTP) aus Essen, Fischer Landschaftsarchitekten, Bonn, Kiparlandschaftsarchitektur (KLA), Duisburg, und Kraftraum, Krefeld, beteiligen, bilden das „Integrierte Handlungskonzept“ für die Aufwertung Innenstadt (Kernprojekt ist die Umgestaltung des Marktplatzes) sowie die Vorarbeit der „Stadtschmiede“ (Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Willich und der Hochschule Niederrhein). Diese hatte in vielen Marktgesprächen zahlreiche Wünsche und Anregungen von Bürgern und verschiedenen Interessengruppen gesammelt.

Obwohl die Planer aufgrund dessen einen Wust an Informationen in sehr kurzer Zeit verarbeiten mussten, zeigte sich schon bei der Zwischenpräsentation, wo die Planer ihre Schwerpunkte setzen wollen, um die bestehenden gestalterischen Mängel zu beheben und eine neue attraktive Ortsmitte mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Grundsätzlich gilt, dass alle den Markt komplett aufräumen wollen. Dafür müssen die Bäume an der Nordost-Seite der St. Katharina-Kirche fallen, aber auch Hochbeete, Poller, Laternen, Ungeduld, Spielgeräte, Bänke – nichts wird nachher wie zuvor stehen.

Zentrales Element in fast allen Entwürfen sind Wasserspiele, die bodengleich in der Mitte des Platzes angeordnet sind. Grün wird der Platz auch weiterhin sein. Zwei Planer wollen Baumreihen vor den Geschäften an der Nordseite platzieren. Dauerhafte Marktstände oder Pavillons sind nicht vorgesehen. Es wird weiterhin bei den mobilen Ständen bleiben. Für eine Allee vom Hauptportal der Kirche zum Parkplatz machen sich die Büros Ficher und KLA stark, eine große Tafel als Kommunikationsort direkt an der Kirche schlägt das Büro Kraftraum vor.

(StadtSpiegel)