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Kreis Viersen bittet um Vorschläge für den Integrationspreis

Kreis Viersen. „Kinder und Jugendliche auf der Flucht“. So lautet das Motto des zweiten Integrationspreis, den der Kreis Viersen verleiht. Noch bis zum 17. Oktober läuft die Bewerbungsfrist. Von der Redaktion

Gesucht werden engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Kinder und Jugendliche unterstützen, die nach den Strapazen von Flucht oder Vertreibung am Niederrhein eine neue Heimat finden sollen. Diese Hilfen können auf den unterschiedlichen Ebenen erfolgen: durch gesellschaftliche Integration, Sprachförderung, berufliche Perspektiven, im sportlichen oder schulischen Bereich.

Einzelpersonen, Vereine, Gruppen, Verbände, Religionsgemeinschaften, Unternehmen oder sonstige Organisationen, die im Kreis Viersen aktiv sind und die Aufgabe über ihr normales Betätigungsfeld hinaus beherzigen, sind beim Integrationspreis an der richtigen Adresse. Denkbar sind aber auch Initiativen, bei denen Jugendliche sich um andere Jugendliche kümmern. Man kann sich entweder selbst bewerben oder von anderen für den Preis vorgeschlagen werden.

Der Integrationspreis ist eine Initiative des Viersener Kreistags und wird seit 2014 jährlich vergeben. Ziel ist die Verbindung und das Zusammenführen von Menschen verschiedener Herkünfte und Kulturen. Der Wettbewerb soll das Zusammenleben aller Menschen im Kreis Viersen weiter pflegen und unterstützen. Im Kreisgebiet hat jeder Fünfte bis Sechste einen Migrationshintergrund. Der Integrationspreis Kreis Viersen ist mit 3000 Euro dotiert, gestaffelt in drei Preisstufen 1500, 1000 und 500 Euro.

Eine Jury wird die Einsendungen sichten und die Preisträger ermitteln. Die Jury besteht aus Professor Dr. Klaus-Peter Hufer, Sozialdezernent Ingo Schabrich, den Kreistagsmitgliedern Peter Fischer (CDU), Bernd Bedronka (SPD), Jeyaratnam Caniceus (Grüne), dem ehemaligen Kreistagsmitglied Birgit Koenen (FDP) sowie Professor Dr. Veronika Fischer. Besonders stolz ist der Kreis Viersen, dass es gelungen ist, Professor Fischer in diesem Jahr zur Mitarbeit in der Jury gewonnen zu haben. Die Erziehungswissenschaftlerin ist an der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften tätig und hat als Forschungsschwerpunkte interkulturelle Pädagogik und Migrationssozialarbeit.

Die Preisverleihung findet im November im Niederrheinischen Freilichtmuseum statt. Infos unter 02162/934815.

(Report Anzeigenblatt)