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Kapelle ist jetzt ein Ort der Begegnung

Kapelle ist jetzt ein Ort der Begegnung
Ein Teil der ehrenamtlichen Helfer, die den Betrieb des Treffpunkts möglich machen. Links im Vordergrund Anna Rieve, Initiatorin des Begegnungsortes von Flüchtlingen mit Willicher Bürgern. FOTO: Schütz
Stadt Willich. Die von den Kirchen getragene Flüchtlingsinitiative LOT hat jetzt in der ehemaligen Hospitalkapelle an der Bahnstraße einen Treffpunkt für Flüchtlinge und Bürger der Stadt Willich eingerichtet. Von Lutz Schütz

„Die Wiederbelebung der Kapelle als LOT-Treffpunkt war mein Traum, der Dank der Hilfe vieler zustande gekommen ist“, sagte Anna Rieve, Koordinatorin der Flüchtlingsinitiative der Kirchen bei ihrer Ansprache zur offiziellen Eröffnung des Treffpunkts. Sie erinnerte daran, dass es die für die Flüchtlinge außer dem Foyer kaum Räume der Begegnung im Hospital gebe. Deshalb hat sie sofort zugegriffen, als der Initiative von den Augustinern die vor zwei Jahren entwidmete Kapelle angeboten wurde. Diese liegt schräg gegenüber vom Hospital im Erdgeschoss des ehemaligen Schwesternwohnheims. Wichtig ist es Anna Rieve zudem, dass der große Raum, der als Café und Ort der Begegnung dienen soll, nicht nur für Flüchtlingen, sondern auch für die Willicher zugänglich ist (im Gegensatz zum Hospital). Denn die Räume sollen vor allem für gemeinsame Aktivitäten der Asylbewerber und der alteingesessenen Bevölkerung genutzt werden. Geplant sind beispielsweise Gesprächsnachmittage, Spieleangebote oder Nähkurse.

Mit der Eröffnung des Treffpunkts setzt sich die Willkommenskultur fort, die Willich bei der Aufnahme der Flüchtlinge gezeigt hat. Der katholische Pfarrer Markus Poltermann formulierte das so: „Die Stadt hat ein Gesicht, in das Menschen gerne schauen können!“

Knapp 20 Ehrenamtler engagieren sich im Treffpunkt, sei es im Cafébetrieb, bei Aktivitäten oder bei der Betreuung der Kinderspielecke. Auch Tischtennis, ein Kicker und diverse Spiel stehen zur Verfügung.

(Report Anzeigenblatt)