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KampsPitter II: Einweihung

KampsPitter II: Einweihung
Prunkstück der Ausstellung im Obergeschoss – ein in Schiefbahn ausgegrabener Mammutkiefer (von links): Bauleiter Theo Nießen, die Historiker Herbert Gehlen und Jürgen Ruge sowie der Heimatfreunde-Vorsitzende Ernst Kuhlen und seine Stellvertreterin Edith Max. FOTO: Schütz
Schiefbahn. 9 000 schweißtreibende Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben ein völlig marodes Gebäude in ein modernes Museumsgebäude verwandelt: Das KampsPitter II der Heimat- und Geschichtsfreunde Willich im Park des St.-Bernhard-Gymnasiums wird am 22. Februar um 15 Uhr offiziell eingeweiht. Von Lutz Schütz

Das neue Museumsgebäude wird das KampsPitter I mit seiner Ausstellung zu früheren Wohnverhältnissen sowie die alte Schuhmacher- und Holzschuhmacherwerkstatt, die historische Waschküche und die Remise mit den alten Landwirtschaftsmaschinen abrunden.

Ursprünglich diente der Bau als Gerätehaus der Textilweberei Deuß & Oetker, zu der auch die benachbarte Oetker-Villa mit dem umgebenden Park gehörte. Später waren auch Internatszöglinge der Hünfelder Oblaten im Obergeschoss des Hauses untergebracht. Zuletzt war es reine Abstellfläche.

Mit Eigenleistung der Heimat- und Geschichtsfreunde alleine ließ sich das Gebäude nicht retten. Denn nach der Entkernung mussten ein Stahlträgergerüst eingezogen, eine neue Geschossdecke aus Beton gegossen und ein komplett neues Dach aufgesetzt werden. Das war nur möglich, weil sich die NRW Stiftung, der Landschaftsverband Rheinland sowie die Sparkassenstiftungen „Natur und Kultur“ Kreis Viersen und Willicher Kulturstiftung mit jeweils 106 500 Euro an der Finanzierung beteiligten. Weitere Gelder kamen von Sponsoren und der Stadt Willich, die auch Eigentümer der Immobilie ist. Das Dauernutzungsrecht liegt aber bei den Heimat- und Geschichtsfreunden.

Die Kellerräume des KampsPitter II dienen als Archiv. Im Erdgeschoss befinden sich das Museumsbüro, ein Arbeitsraum, den auch Besucher immer dienstagsnachmittags für ihre Recherchen nutzen können, und ein großer Raum für temporäre Ausstellungen.

Im Obergeschoss befindet sich eine ständige Ausstellung zur Geschichte der Stadt Willich und der Altgemeinden. Dokumentiert werden auch die römische, fränkische und preußische Zeit sowie Funde aus der Eiszeit.

Das neue Museum wird am Sonntag, 24. Februar, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

(StadtSpiegel)