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Jazzfrühling startet

Jazzfrühling startet
Das „Walking Shoes Quartett“ wandelt musikalisch auf den Spuren von Gerry Mulligan. FOTO: Stadt
Stadt Willich. Das „Walking Shoes Quartett“ gibt am 20. Februar in der Motte von Schloss Neersen ein Konzert. Jazzmusik auch, aber nicht nur für Kenner. Von Lutz Schütz

Der Name der Band ist einem Stück des legendären Baritonsaxofonisten Gerry Mulligan entlehnt – und gleichzeitig Programm. Wie keine Formation zuvor hatte das im Jahr 2000 gegründete Quartett von Bandleader und Baritonsaxofonist Edi Grötzinger die komplexen Kompositionen von Mulligan verinnerlicht und zum Mittelpunkt seines Programms gemacht. Grötzingers Tod im Jahr 2010 schien auch das Ende seiner mit viel Herzblut geleiteten Band zu sein.

Doch die übrigen Bandmitglieder konnten den fabelhaften Baritonsaxofonisten Marcus Bartelt als vierten Mann gewinnen. Marcus Bartelt, Jahrgang 1969, ist seit langem einer der bekanntesten Baritonsaxofonisten in Deutschland und BeNeLux. Er spielte schon mit Bob Brookmeier, Michel Herr, John Goldsby Quartett, Emil Mangelsdorf, Brussels Jazz Orchestra, Maceo Parker, Paul Kuhn Big Band und praktisch allen deutschen Rundfunk Big Bands. Mit dem Pianisten Martin Sasse gründete er 2010 die Formation „Into the Blue“, die beim Willicher Jazzfrühling 2012 zu hören war.

Zu den Gründungsmitgliedern des „Walking Shoes Quartetts“ gehört der hochsensible und virtuose Pianist Bernd Kloubert, Jahrgang 1941, der seine Ausbildung am Konservatorium der Stadt Mainz absolvierte und mit der Créme der damaligen Frankfurter Jazzszene Volker Kriegel und Emil Mangelsdorf spielte, bevor er auf der Jazzszene von NRW heimisch wurde.

Ebenso von der ersten Stunde dabei ist der bekannte und hoch geschätzte Bassist Ralph Kleine-Tebbe, der am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf ausgebildet wurde. Er war „Sideman“ vieler Jazzgrößen. Herauszuheben sind seine langjährige Zusammenarbeit mit den Jazzpianisten Wolfgang Hefter und George Maycock sowie seine zahlreichen Engagements als Gastbassist internationaler Solisten wie Bud Freeman, Ray Nance, Ben Webster, Dexter Gordon, Jiggs Whigham, John Eardley und anderen.

Am Schlagzeug spielt der vitale und einfühlsame Drummer André Spajic, Jahrgang 1968, schon seit Jahren ein etabliertes Mitglied der Jazzszene in NRW. Er absolvierte ein Schlagzeugstudium am renommierten Konservatorium in Maastricht. Inspirierende Schlagzeuger wie Joe Morello, Max Roach, Ed Thiegpen weckten Spajic’ Interesse für den Swing-, Mainstream- und Bebop-Jazz.

Karten für das Konzert sind noch unter Telefon 0 21 54 – 949 630 beim Kulturteam und bei den bekannten Vorverkaufsstellen (Schreibwaren Erren, die Anzeige, Willicher Buchhandlung) erhältlich.

(StadtSpiegel)