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Jagd auf illegale Vierbeiner

Jagd auf illegale Vierbeiner
Chihuahua und Labrador: Größe oder Gewicht spielt keine Rolle bei der Hundesteuer. Beide kosten dasselbe. FOTO: Michael Schütze
Stadt Willich. Steuereintreiber waren zu keiner Zeit beliebt. Jetzt haben alle illegalen Hundehalter Grund sich zu fürchten. Ab morgen werden spezialisierte Kontrolleure im Auftrag der Stadt Willich Ausschau nach allen nicht angemeldeten Hunden halten. Von Lutz Schütz

Wie nahezu alle Städte und Gemeinden in Deutschland erhebt auch die Stadt Willich eine jährliche Hundesteuer. Dies setzt jedoch voraus, dass die Vierbeiner vom Hundehalter bei der Stadtverwaltung Willich angemeldet werden.

Die jährliche Hundesteuer beträgt derzeit 120 Euro für einen Hund. Je 150 Euro für zwei Hunde und ab dem dritten Vierbeiner je 180 Euro. Halter gefährlicher Hunde müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen (mindestens 700 Euro).

Leider musste in zurückliegender Zeit festgestellt werden, dass nicht alle Hundehalter der Pflicht zur Anmeldung ihrer Lieblinge nachgekommen sind. Aus Gründen der Steuergerechtigkeit hat die Stadt deswegen entschieden, eine Hundebestandsaufnahme durchzuführen. Dazu werden alle Haushalte im Stadtgebiet Willich in den nächsten Wochen durch Mitarbeiter einer extra beauftragten Firma aufgesucht.

Unterwegs sind die Hundezähler wochentags von 10 bis 20 Uhr und samstags zwischen 9 und 17 Uhr. Sie werden durch Befragung der Bürger den vorhandenen Hundebestand feststellen. Dazu trägt jeder Kontrolleur sichtbar eine von der Stadt Willich ausgestellte Legitimation.

Die Stadt weist extra darauf hin, dass zur Durchführung des Auftrags keine Wohnungen betreten werden müssen. Auch werden keine Steuern oder Gebühren vor Ort kassiert.

Falls nicht gemeldete Hunde festgestellt werden, müssen die betroffenen Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung rechnen. Zudem können Bußgelder bis zu 2 500 Euro von der Stadt geltend gemacht werden. Daher rät die Stadt jedem illegalen Hundehalter dringend, seinen Vierbeiner schnellstens anzumelden. Sonst wird’s teuer.

(StadtSpiegel)