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Insel für Schmetterlinge

Insel für Schmetterlinge
Früher waren Schmetterlinge in deutschen Gärten allgegenwärtig. Heute sieht man sie nur noch selten. Foto: Fotolia/Stefan Körber
Stadt Willich. Insekten und damit auch Schmetterlinge nehmen dramatisch ab. Grund ist neben dem immer knapper werdenden Nahrungsangebot auch der Einsatz verschiedenster Pestizide – hier soll eine „Schmetterlingsinsel“ im Neersener Schlosspark entgegen wirken: mit entsprechenden Stauden und geeigneten Sträuchern für Arten wie Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln oder Käfer. Von Lutz Schütz

Die „Schmetterlingsinsel“ – die Stadt stellt der NABU-Gruppe Willich eine große Fläche im Schlosspark zur Verfügung – soll ökologisch sinnvoll und vielschichtig mit verschiedenen Bodenstrukturen und Gesteinsformationen angelegt werden. Jack Sandrock, Leiter der NABU-Gruppe Willich: „Wir wollen die Artenvielfalt fördern, durch Lehrtafeln und Pflanzenschilder sollen Erlebnis- und Lerneffekte für Jugendgruppen und Schulklassen, aber auch für Erwachsene angeboten werden.“

Bei der Umsetzung des Projekts ist die NABU-Gruppe auf Spenden angewiesen. „Für Pflanzen und Sträucher, Steine, Sand für verschiedene Substrate, Material für ein Insektenhotel und Erklärungstafeln mit entsprechenden Ständern,“ so Sandrock.

Der neue Naturraum für Schmetterlinge, Insekten und Menschen im Schlosspark wird die bisherigen NABU-Projekten rund um die Eva-Lorenz-Umweltstation ergänzen. Diese entstand 2002 im Zuge der EUROGA im Schlosspark Neersen und wurde vom NABU Jahr für Jahr ausgebaut: Jährlich lernen hier inzwischen rund 1 800 Kinder spielerisch die Natur kennen – und verstehen.

Im Laufe der Jahre entstanden im Umkreis der Umweltstation, so Sandrock, in Zusammenarbeit mit der Stadt ein Naturerlebnisgarten (mit Wildbienenhotel, Backofen, Bachlauf), ein Barfußpfad, ein heimischer Sträucherlehrpfad sowie eine mit einem Weidenzaun eingefasste Aktionswiese. Zuletzt wurde im Verlauf dieses Jahres ein Waldlehrpfad angelegt.

(Report Anzeigenblatt)