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Handwerk – eine Kunst

Handwerk – eine Kunst
Zahlreiche Kunsthandwerker bieten ihre Unikate zum Verkauf an. FOTO: max
eersen. Individuelle Handwerkskunst betrachten, dazu herrliche Jazzmusik hören und ein kühles Bier oder eine Tasse heißen Kaffee trinken – und das alles vor der Kulisse von Schloss Neersen. Schöner kann man ein Wochenende eigentlich nicht verbringen. Von Lutz Schütz

Am kommenden Wochenende, 18. und 19. April, findet zum 25. Mal die Veranstaltung „Jazz und Handwerk“ rund um das Schloss Neersen statt. Die von der Neersener Kaufmannschaft beauftragte Organisatorin und Keramikerin Elisabeth Köning-Schumann hat rund 45 Aussteller der verschiedensten Gewerke für beide Tage verpflichten können.

Darunter vier neue Aussteller, die besondere Beachtung verdienen. So filzt die Geldernerin Monika Derrix Schals, Kragen, Mützen und Hüte, aber auch nahtlose Tuniken und Jacken aus 100-prozentiger Wolle.

Sehr aufwendige Verarbeitung farbiger Garne aus Mohair, Chenille und Wolle findet man bei Claudia Kölling aus Wuppertal. Ihre Technik ist das Handweben, dabei wird das Schiffchen mit der Wolle per Hand durch die Kettfäden geschoben.

Für Monika Meßner aus Mettmann sind Farbe und fertiger Schnitt die wichtigen Gestaltungselemente. Die Rapporte der Muster verlaufen über das ganze Kleidungsstück. Wunderschöne Farbverläufe fallen sofort ins Auge.

Sogar aus Berlin kommt Stephan Roka nach Neersen. Seine Schirmmützen aus Leinen – Köpenicker, Prenzlberger und Weddinger – sprechen auch die Herren an.

Schönes aus Holz

Aber nicht nur Textilhandwerker sind vertreten. Petra und Res Neuenschwander aus Bad Camberg fertigen aus Holz Chalumeaus an, die Urklarinetten. Ein

Eifeltischler berücksichtigt bei der Gestaltung seiner Möbel den Wuchs des Holzes. So entstehen lauter Unikate. Auch Schmuck aus Gold und Silber, mit Halb- und Edelsteinen, aus Glas und Papier werden angeboten. Durch Wahl der Materialien und die Verarbeitungstechnik ist jedes Schmuckstück einzigartig. So verarbeitet beispielsweise der Westerwälder Dieter Frymark australische Opale zu Colliers, Ohrringe oder Anhängern.

Eine Attraktion – nicht nur für Kinder – ist der Bonbonmacher Hartmut Gerhards, der sich gerne bei der Arbeit zuschauen lässt.

Süßes stellt auch der Anrather Imker Johann van den Bongard her. Er bietet den Blütennektar als Honig oder zu trockenem Met (Honigwein) verarbeitet an.

Mitmachen erlaubt

Glasbläser Olaf Tappert von der Glaswerkstatt wird mit Kindern aus Glas Kugeln über einer Gasflamme blasen. Und er ist nicht der einzige Handwerker bei dem die Kinder selbst Hand anlegen dürfen. Am Info-Stand der Stadt wird zudem das beliebte Entenangeln angeboten. Zum Jubiläum wird auch der Schlosspark mit einbezogen. Hier werden ein Kinderkarussell, eine Hüpfburg und Bungee-Run für die Aktiven unter den Kleinen aufgebaut. Ein Clown, Ballkünstler und Zauberer wird für Unterhaltung sorgen. Die Jugendfeuerwehr der Stadt Willich wird ihre Wasserwand aufstellen. Auch eine Fahrradausstellung wird vertreten sein. Sowohl Liegefahrräder als auch E-Bikes können Interessierte ansehen und ausprobieren.

Die Neersener Kaufmannschaft schenkt für die Besucher die kühlen Getränke aus, Kaffee und Kuchen kommen von der Bäckerei Knops. Außerdem wird es französische Crepes, Flammkuchen, Pommes Frites mit Grillwurst und Steaks geben. Geöffnet ist am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei!

(StadtSpiegel)