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Guido Meskes ist Wiederholungstäter

Neersen. Wenn er sich da mal nicht verrechnet hat. Auch beim zweiten Versuch als König vom Grenzweg wird Guido Meskes am Montag die Königsburg wohl kaum gegen die anstürmenden Horden verteidigen können – oder etwa doch? – Man wird es sehen! Von Kellys Grammatikou

Der 56-jährige Monarch ist seit 1980 in der St. Konrad-Schützengilde und gründete damals den Grendadierzug mit. Vor 20 Jahren war er dann einer von fünf Schützen, die „Die Buuren“ auf die Beine stellten. Außerdem ist der Elektro-Ingenieur seit vier Jahren als Erster Gildemeister auch für den Gesamtverein in der Verantwortung. Neben den Schützen ist auch der Rasensport eine Leidenschaft des Königs. Seit jeher Borussia-Fan spielte Meskes von 1977 bis 2012 aktiv bei Concordia Viersen. Heute kickt er nur noch ab und an mit ehemaligen Arbeitrskollegen. Rasen ist aber auch ein Teil des Reiches von Königin Elvira. Der eigene Garten ist das große Hobby der vierfachen Mutter, die aber auch ausgiebige Radtouren und Spaziergänge mit Vierbeiner Frieda liebt. Stolz ist die Augenoptikermeisterin auf ihren Nachwuchs Sebastian, Sarah, Rachel und Niklas.

Tochter Sarah steht ihren Eltern übrigens als Ministerin zur Seite. Die 27-jährige Mode-Designerin hat 2001 bei den Zaubermäusen ihre Schützenkarriere beginnen und 2007 mit anderen jungen Frauen die „Küppschen Mädels“ aufgestellt und damit die alte Tradition der Küppengruppe mit Schirm, Charm und Melone weitergeführt. Auch der Gesang hat es ihr angetan, seit bei einem Dorfabend ihr stimmliches Talent aufgefallen war. Auch wenn Sarah Meskes in Aachen arbeitet, zieht es sie auch außerhalb des Schützenfestes regelmäßig zu Freunden und Familie an den Grenzweg zurück. Als Partner an ihrer Seite steht Alexander Holz parat. Auch wenn der Lehrer für Deutsch und Geschichte es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kultur am Grenzweg zu stärken, bekennt er sich voll und ganz zur Gladbacher Borussia.

Etwas länger als sein König it Minister Markus Meskes in der Schützengilde. 1977 machte der gerade fünf Jahre alte Tellschütze zum ersten Mal beim Schützenfest mit. 1988 wurde der 42-jährige Installateur und Heinzungsbauer Mitgründer der Rabauken. Dann kümmerte er sich längere Zeit um den Nachwuchs bei den Tellschützen und trat dann in die Königsbruppe Die Buren ein. Noch vor dem großen Fest hat der Borusse, Ex-Torwart von Concordia Viersen und Familienmensch am 19. Mai seine Andrea geheiratet. Sie ist die aktuelle Betreuerin der Tellschützen und hat selbst schon mit Sohn Dennis und Tochter Marie, die Hofdame ist, für Schützennachwuchs gesorgt. Zusammen mit ihrem Mann ist die Schützenfrau auch im Karneval aktiv oder mit Hündin Georghia unterwegs.

Als Königsoffizier fungiert der gebürtige Düsseldorfer Ralf „Scheng“ Schiffers. Der 46 Jahre alte Buur ist seit 1997 dabei und war schon 1999 und 2002 Minister in zwei Königshäusern. Von 2000 bis 2003 übte er außerdem das Amt des Kassierers der Gilde aus. Der Elektriker ist als bekennender Fortune eine Rarität am Grenzweg, ist aber trotzdem gut integriert. Mit Gattin Andrea bewältigt der Junge aus Kappes-Hamm zuhause fast schon einen eigenen Hofstaat, dem die Kinder Jacqueline und Kevin sowie Pferde und drei Hunde gehören.

(StadtSpiegel)