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Großes Engagement für junge Flüchtlinge

Großes Engagement für junge Flüchtlinge
Preisträger und Jury in einer Reihe (v.l.): Prof. Dr. Veronika Fischer, Moderator Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer, Jeyaratnam Caniceus, Peter Fischer, Eckhard Klausmann (3. Preis), Erich Giebmanns (1. Preis), Ingo Schabrich, Landrat Dr. Andreas Coenen, Bernd Bedronka, Birgit Koenen. FOTO: Axel Küppers
Kreis Viersen. Der Integrationspreis 2015 des Kreises Viersen geht an Erich Giebmanns aus Viersen und Eckhard Klausmann aus Grefrath. Von Lutz Schütz

Die siebenköpfige Jury hat befunden, dass dieses Duo in vorbildlicher Art und Weise dazu beigetragen hat, dass Kinder und Jugendliche nach Flucht und Vertreibung am Niederrhein Zuflucht gefunden haben. Das Motto des 2. Integrationspreises lautete „Kinder und Jugendliche auf der Flucht“.

Beim Integrationspreis gehen 1 500 Euro an den Erstplatzierten Erich Giebmanns und 500 Euro an den Drittplatzierten Eckhard Klausmann. Der Zweitplatzierte, dem 1000 Euro zugesprochen worden wären, hat sich vor dem Hintergrund der Änderungen des Asylrechts entschlossen, den Preis nicht anzunehmen.

Die Preisverleihung hat jetzt im feierlichen Rahmen im Eingangsgebäude des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Grefrath stattgefunden. Erster Gratulant der Preisträger war Landrat Dr. Andreas Coenen. „Ich bedanke mich für Ihr Engagement. Mit Ihrem ehrenamtlichen Einsatz leisten Sie einen unschätzbaren Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander“, sagte Dr. Coenen. Zumal, so der Landrat, die Flüchtlingsbewegung eine kaum vorstellbare Dynamik angenommen habe und sowohl der Kreis als auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen seien. Die Entscheidung, den Integrationspreis diesmal auf Kinder und Jugendliche auf der Flucht zu fokussieren, bezeichnete Dr. Coenen als „richtige Entscheidung“.

Das konnte Jurymitglied Professor Dr. Veronika Fischer nur unterstreichen. „Flüchtlingskinder sind besonderen Gefahren ausgesetzt. Sie gilt es zu schützen“, sagte die Erziehungswissenschaftlerin, Lehrstuhlinhaberin an der Hochschule Düsseldorf. Am Beispiel eines 17-jährigen Afrikaners, der aus Äthiopien zwei Jahre lang unter schlimmsten Umständen auf der Flucht gewesen und traumatisiert und am Ende seiner Kräfte in Deutschland angekommen ist, zeichnete Dr. Fischer das Schicksal vieler junger Flüchtlinge.

(Report Anzeigenblatt)