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Gesundheit ist Firmenkapital

Gesundheit ist Firmenkapital
In kleinen Gruppen erhielten die Mitarbeiter der Firma Meyer logistics Anleitungen, wie sie ihre Pausenmahlzeit gehaltvoll und gesund gestalten können. FOTO: djm
Schiefbahn (djm). Studien belegen, dass ein erkrankter Mitarbeiter durchschnittlich 400 Euro pro Fehltag kostet. Gesundheitsförderung der Mitarbeiter zahlt sich also auch für den Arbeitgeber aus. Stress-Bewältigung und gesunde Ernährung standen jetzt im Fokus bei den Gesundheitstagen der Firma Meyer logistics. Von Lutz Schütz

„Ein Müsli mit Vollkorn hat Kalorien, macht aber länger satt – und der Vorteil ist, dass Sie wissen, was drin ist“ – aufmerksam verfolgen Mitarbeiter von Meyer logistics in Schiefbahn die Ausführungen von Ernährungsberaterin Andrea Stallmann zur Zubereitung eines gesunden und nahrhaften Müslis oder eines Smoothies. Zum ersten Mal hat am Schiefbahner Firmensitz ein zweitägiges Gesundheitsforum stattgefunden, nachdem die Meyer logistics bereits beim Betriebsfest im Sommer mit Unterstützung der Barmer/GEK den Mitarbeitern Aktions- und Infostände zum Thema „Gesundheit“ präsentiert hatte.

Zielgruppe der Gesundheitsförderung waren die Mitarbeiter in Disposition und Verwaltung. Am ersten Tag bot die Barmer/GEK den Mitarbeitern einen individuellen „Balance-Check“ an – darüber wurde die Fähigkeit des Einzelnen zum Stress-Abbau ermittelt. Es folgte ein Vortrag mit Anleitungen für einfache Yoga- und Atemübungen.

Am zweiten Tag vermittelte Ernährungsberaterin Andrea Stallmann den Mitarbeitern in kleinen Gruppen Anleitungen, wie sie ihre Pausen-Mahlzeiten gehaltvoll und gesund gestalten können und dass zum Beispiel Nüsse bei Heißhunger-Attacken die bessere Lösung sind als Schokolade.

Die zweitägige Gesundheitsaktion war im Prinzip der zweite Schritt zur Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Unternehmen, erklärt Geschäftsführerin Ira Meyer: „Wir hatten ja zum Betriebsfest einen Gesundheitstag mit der Barmer GEK und der Halle 22 organisiert, der von den Mitarbeitern super angenommen wurde. Alle Mitarbeiter, aus Verwaltung, Lager oder aus dem Fahrerpool, waren sehr interessiert“. Personalleiterin Karin Weege ergänzt: „Die Work-Life-Balance spielt bei der Mitarbeiterbindung eine große Rolle und betriebliche Gesundheitsförderung nehmen die Mitarbeiter als mehr Lebensqualität am Arbeitsplatz wahr“. Die Arbeitnehmer erführen, dass sich der Arbeitgeber um ihre Gesundheit kümmere, „das zeugt von Wertschätzung.“ Nach diesem ersten Ansatz müsse jetzt ein Strauß von Angeboten entwickelt werden – Sport, Entspannung…, denn die Mitarbeiter hätten unterschiedliche Interessen und nur durch vielfältige Anreize und/oder Wiederholungen könne das Bewusstsein für gesünderes Verhalten im Betrieb und in der Freizeit geweckt werden.

„Ich finde es schön, dass der Firma das körperliche Befinden der Mitarbeiter wichtig ist“, meinte die Angestellte Stefanie Wilke nach dem Ernährungs-Workshop. Die 48-Jährige ist seit 18 Jahren für das Unternehmen in der Abrechnung tätig. Direkt hilfreich seien für sie die Anleitungen zur Entspannung über eine kontrollierte Atmung am ersten Tag gewesen, „das habe ich heute ausprobiert und es hat geholfen“. Das Thema Ernährung sei zwar unterschwellig im Bewusstsein, aber durch den Workshop sei alles noch einmal viel bewusster geworden. „Es ist eine Hilfe aus dem Trott heraus zu kommen und etwas Neues zu probieren“, fasst Wilke zusammen.

(Report Anzeigenblatt)