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Fans: Was bewirken ihre Pfeifkonzerte?

Krefeld/Stadt Willich. „Neues kommt von Neugier“ lautet das Motto des Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ in Krefeld. Zahlreiche junge Talente mit innovativen und kreativen Forschungsprojekten haben sich angemeldet, um sich am Dienstag, 16. Februar, einer fachkundigen Jury im Seidenweberhaus in Krefeld zu präsentieren. Von Lutz Schütz

Insgesamt 413 Schüler, Auszubildende und Studierende

stellen an diesem Tag 204 Forschungsarbeiten in den sieben Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Physik und Technik vor. Die bevorzugten Forschungsgebiete der Jungforscher sind zum wiederholten Male Biologie (53 Projekte) und Chemie (45 Projekte).

Aus dem Kreis Viersen nehmen 56 Teams aus zwölf verschiedenen Schulen teil. Traditionell mit großer Beteiligung (fünfmal Arbeitswelt, dreimal Biologie und zweimal Technik) ist das Lise-Meitner-Gymnasium in Anrath vertreten.

Viele Fußball-Experten haben sich schon den Kopf darüber zerbrochen, ob die Pfeifkonzerte der Fans einen Einfluss auf den Ausgang von Fußballspielen haben. Marvin Mentzfeld und Tom Hülter, selbst begeisterte Fußballer, haben diesen Einfluss in umfangreichen Tests untersucht. So haben sie festgestellt, dass die Freistoßgenauigkeit bei intensiven Störungen durch Pfiffe um 13 Prozent sinkt. Wie wichtig und entscheidend Freistöße im Fußball sein können, hat man zum Beispiel im Relegationsspiel der letzten Saison gesehen, als der Hamburger Marcelo Diaz (heute in Hamburg genannt „der Retter“) in der 90. Minute mit einem Freistoßtor dafür sorgte, dass der Hamburger SV in der Bundesliga blieb.

Ein Traum für jeden Haushalt ist ein automatischer Putzroboter und den haben Len Underbrink und Valentin Schröder im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Jugend forscht am Lise-Meitner-Gymnasium erfunden. Die beiden talentierten und engagierten Jungforscher haben einen selbst fahrenden Putzroboter gebaut, der sogar in der Lage ist, größten Schmutz wie zum Beispiel Eddingspuren zu entfernen.

Unter den Jungforschern gibt es allerdings auch „alte Hasen“ wie Nico Grischkat, der bereits zum sechsten Mal startet und sich in diesem Jahr mit seinem erfundenen Konzept zur kostengünstigen und umweltfreundlichen Gewinnung von Trinkwasser auf Inseln bewirbt.

Mette Jakobsen, Alissa und Carla Hekel haben ein Jahr lang ein Regenrückhaltebecken in Willich genauer unter die Lupe genommen und setzen sich aktiv für Umweltverbesserungen ein.

Bennet Kuhlen hat erfolgreich eine App programmiert. Bennet und seine Freunde können mit Hilfe seiner App zu jeder Zeit sehen, wo die anderen sich gerade befinden.

Weitere Experimente der Anrather Jungforscher beschäftigen sich mit dem Wuchsverhalten von Pflanzen, dem idealen Dünger und der gezielten Züchtung von Kristallen.

Aus der Stadt Willich ist bei dem Regionalwettbewerb in Krefeld zudem noch die Robert-Schumann-Europaschule Willich mit einer Arbeit im Fachbereich Chemie vertreten. Ob es für einen Sieg beim Regionalwettbewerb reicht, werden die Jungforscher am Abend des 16. Februar erfahren.

(StadtSpiegel)