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Fahrräder für Flüchtlinge

Fahrräder für Flüchtlinge
Nur ein Anhänger randvoll mit gespendeten Fahrrädern. FOTO: No. 7
Stadt Willich. Viele Willicher sind dem Aufruf der Jugendfreizeiteinrichtung No. 7 in Neersen gefolgt und haben Fahrräder, Skateboards oder Inliner für Flüchtlinge in der Niershalle gespendet. Von Lutz Schütz

„Man merkt, dass mit Liebe gegeben wird, insgesamt eine überwältigende Situation: Alle haben mit großer Freude diese Dinge abgegeben, hergebracht, darüber gesprochen.“ Sabine Räfle, Leiterin der Jugendfreizeiteinrichtung No. 7 in Neersen, ist sichtlich begeistert von der Spendenfreudigkeit der Bürger der Stadt Willich.

Gemeinsam mit Peter Mingers, ehrenamtlicher Helfer im No.7, hatte die Sozialpädagogin die Idee, die Willicher Bürger dazu aufzurufen für die Flüchtlinge zu spenden. Einige Skateboards, 40 bis 50 Paar Inliner und 20 Kinderräder und fast 40 Räder für Jugendliche und Erwachsene sowie zwei Kinderwagen und zahlreiches Spielzeug kamen so zusammen.

Die gespendeten Fahrräder – es kommen täglich noch einige dazu – werden in der extra eingerichteten „Fahrradgruppe“ des Arbeitskreises Fremde repariert und fahrtüchtig gemacht. Außerdem wird den neuen Besitzern der Räder ein „Fahrradpass“ ausgestellt, für den Fall, dass sie einmal angehalten werden: Dann ist klar, dass das Fahrrad ihres ist.

Wer ein Fahrrad bekommt, entscheiden die städtischen Mitarbeiter im Außendienst für Wohnen und Integration: Sie sind täglich in den Unterkünften unterwegs und wissen so am besten, wo der Bedarf am größten ist.

Die aufbereiteten Räder werden übrigens für einen kleinen Kostenbeitrag von 5 Euro abgegeben, um einen Teil der Kosten für das Reparaturmaterial abzudecken.

(StadtSpiegel)