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Fünf Jahre Willicher Friedhofscafé

Willich. Das erste Friedhofscafe wurde 2006 auf einem Kirchhof in Berlin Schöneberg eröffnet. Die Kolpingsfamilie Willich griff diese Idee 2011 auf und stieß bei Stadt, Pfarreien und Vereinen auf offene Ohren. Von Lutz Schütz

Bereits am 15. Juli 2011 konnte das Friedhofscafé in einem angemieteten Zelt starten. Neben der Kolpingsfamilie und der katholischen Pfarrgemeinde engagieren sich seither Pfarrcaritas und KfD sowie die Stadt Willich für das Projekt. Im November 2011 wurde beschlossen, das Angebot in festen Räumlichkeiten fortzuführen.

Mit Unterstützung des Bistums Aachen wurde zwischen Kapelle und Ehrenmal ein Doppelcontainer aufgestellt. Große Glasflächen machen ihn zu einem attraktiven Treffpunkt für Besucher des Friedhofs. Der Außenbereich wurde zu einem Garten umgestaltet.

Das Friedhofscafé ist ein Raum der Begegnung. Es ist für Menschen da, die sich mit Tod und Trauer auseinander setzen und mit anderen Menschen, die in ähnlicher Situation leben, in Kontakt kommen wollen. 25 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen organisieren den Betrieb. Bisher nutzten mehr als 3500 Besucher das Angebot des Friedhofcafes.

Zusätzlich gibt es für Menschen, die nicht in der Lage sind, allein oder mit dem Bus zu kommen, das kostenlose „Friedhofsmobil“ um in Begleitung das Grab eines Angehörigen besuchen zu können (Nähere Informationen dazu gibt es im Pfarrbüro St. Katharina).

Das fünfjährige Bestehen begeht das Friedhofscafé am Freitag, 24. Juni, ab 14.30 Uhr in seinen Räumen mit einer kleinen Feierstunde. Am Sonntag, 26. Juni, um 14.30 Uhr, findet im Pfarrheim von St. Katharina an der Hülsdonkstraße ein Sommerkonzert „Ich liebe das Leben“ statt. Das interkulturelle Musikensemble „You shall rise“ mit Musikern aus mehr als zehn Ländern singt und spielt Lieder, die von der Hoffnung zeugen, dass Auferstehung nicht nur ein frommes Wort ist. Zu Feierstunde und Konzert sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

(StadtSpiegel)