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Endlich fertig: Kreis der Begegnung

Endlich fertig: Kreis der Begegnung
Am Freitag wurde er offiziell eröffnet, der Kreis der Begegnung. Das rote Band durchschnitt Bürgermeister Josef Heyes zusammen mit Initiatorin Betty Hendrix. FOTO: WJ
Stadt Willich. Firmen investieren in die Verschönerung: „Kreis der Begegnung“ am Siemensring fertig. Von der Redaktion

Bürgermeister Josef Heyes war bei der offiziellen Einweihung sichtlich begeistert von der Eigen-Initiative der Willicher Unternehmen: Am Freitag, 12. Juni, weihte Heyes den neu gestalteten „Kreis der Begegnungen“ (Kreisverkehr Siemensring / Anrather Straße) ein und durchschnitt symbolisch das rote Band.

Nach rund zwei Monaten Bauzeit zeigt sich der vorher mehr als unansehnliche Kreisverkehr als Kunstwerk. Initiatorin Betty Hendrix (Hendrix Dekorationen & Events) hatte ihre Idee und das Konzept dem Künstler Joachim Melcher aus Brüggen vorgestellt. Dieser hatte das Modell gebaut und den Entwurf der Skulpturen optimiert. „Zum Entwurf der Skulpturen für den Kreisverkehr in Willich-Münchheide leitete uns der Gedanke, Menschen, Verkehr und Industrie zusammenzuführen“, schildert Hendrix. Sie sieht den Kreisverkehr wie ein pulsierendes Organ, das aufnimmt und abgibt, einatmet und ausatmet – aber auch innehalten lässt. Grundsätzlich sollte dieses Gebiet als das gewürdigt werden, was es ist: ein innovatives Gewerbegebiet, in dem Menschen ihren beruflichen Weg finden und dies in ihren gesamten Lebensweg einfließen lassen, aber auch für die Entwicklung der Stadt und den Werdegang des hier angesiedelten Handwerks und der Industrie. Diese Idee setzte Melcher um: Der Weg, der den Kreis gradlinig durchschneidet symbolisiert mit seinen großen und kleinen Kieseln und zum Wegrand weggerollten Findlingen die Probleme, die auf dem Weg aller weggeräumt werden mussten. Auch um dieses Gewerbegebiet entstehen zu lassen, mussten viele Steine bewegt werden. Die halb geöffneten Türen sollen darauf aufmerksam machen, dass man Türen öffnen muss, um das Verborgene zu entdecken, um Neues zu finden und in sich aufzunehmen. Das Material der Türen, Stahl, soll auch auf die Geschichte der Stadt mit dem Stahlwerk Becker hinweisen.

Die Idee zur Verschönerung ist schon 2011 entstanden und Hendrix hatte dafür engagierte Mitstreiter gefunden, die Zeit und Geld in das Projekt investieren: Die 4 Meter hohen und 2,20 Meter breiten Türen wurden von der Willicher Kunstschmiede Blassen gefertigt. „Sie werden sich im Laufe der Monate verändern: die typische Patina entsteht etwa im Verlauf eines Jahres“, schildert Hendrix. Die Stadt Willich hatte sich zuerst darum gekümmert, dass die alte Bepflanzung abgeräumt, die Straßendecke erneuert und die Kunststoff-Elemente ausgerichtet wurden. Wirtschaftsförderer Christian Hehnen und Claudia Maibach (Grünflächen) hatten das Projekt begleitet, auch die Politik war informiert. Gartenbau-Techniker Claus Riemekasten, auch ein Willicher Unternehmer, hatte dann die Erdarbeiten und die Neu-Bepflanzung geleitet. Hendrix steuert die Kunstrasen-Bereiche in den unterschiedlichen Optiken bei, die in den Teilstücken ausgelegt wurden. Das Thema „Einsatz von Kunstrasen“ gehört zu ihrem Tätigkeitsfeld als Rundum-Anbieter von Gestaltungs- und Dekorationsprojekten in Fachmärkten und Centern. Der Kreis wird zudem mit Licht-Elementen gestaltet, sodass sich auch nachts eine neue Wirkung ergibt. Auch für die Koordination aller Arbeiten war das Unternehmen zuständig.

Für die Stadt Willich ist das Projekt ein Gewinn, den sie gerne unterstützt hat, so Bürgermeister Josef Heyes: „Meinerseits begrüße ich die Bereitschaft von Unternehmen, sich an der Verschönerung unseres Stadtbildes zu beteiligen und freue mich sehr über das Engagement. Neben dem verdienten Lob zählt auch im Sinne der Wirtschaftsförderung der Effekt der Werbung, der Hinweise auf unsere Willicher Unternehmen, der Sicherung der Arbeitsplätze und der weiteren Attraktivierung unserer Stadt.“ Dank der 30-jährigen Erfahrung des Willicher Unternehmens „Deko-Hendrix“ gewinne das Nadelöhr der Gewerbegebiete Münchheide I und III einen zusätzlichen Eye-Catcher. Er danke dem Unternehmen Deko-Hendrix für das Engagement.

Alle beteiligten Unternehmen können ihr Engagement über eine Werbetafel dokumentieren – die ist aber dezent in der Größe einer DIN A3-Fläche: je eine wird von den Straßenzufahrten sichtbar sein.

Infos zu dem Projekt gibt es auch auf www.kreisverkehr-willich.com.

(Report Anzeigenblatt)