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EM-Gold für die „Hohlstein-Sisters“

EM-Gold für die „Hohlstein-Sisters“
Die Synchronschwimmerinnen Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten in dem Element, in dem sie sich am wohlsten fühlen. FOTO: B.H-J
Stadt Willich. Bei den 6. Masters-Europameisterschaften im Synchronschwimmen in Kamnik/Slowenien gewannen jetzt Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten mit großem Vorsprung die Goldmedaille im Duett AK 50–59 für den SV Willich. Von Lutz Schütz

Dabei konnten die „Hohlstein-Sisters“ völlig unerwartet sogar die Viertplatzierte der olympischen Spiele 1984 aus Großbritannien mit ihrer Duett Partnerin souverän hinter sich lassen. Zuletzt brachten Birte Hohlstein-Janssen und Silke Hohlstein-Terwesten 2009 den EM-Titel im Duett mit nach Hause.

Silke komplettierte diesen Erfolg mit einer Silbermedaille im Solo. Hier haderte sie anschließend kurz mit dem Lospech, das ihr einen schlechten Startplatz beschert hatte, denn sie lag nach dem Vorkampf nur 1/10 hinter der späteren Gewinnerin aus Italien.

Schnell überwog aber die Freude über das Erreichte. Denn die EM war die erste große internationale Wettkampfteilnahme, nachdem Silke Hohlstein-Terwesten nur fünf Wochen vor der EM in London 2016 eine lebensbedrohliche Diagnose erhalten hatte, die eine sofortige Operation und anschließende Reha nach sich zog. Deshalb konnten die Schwestern auch 2017 nicht an der WM teilnehmen. Lange war nicht klar, ob Silke überhaupt wieder ins Wasser steigen kann.

Nach diesem tollen Comeback haben die beiden nun die Teilnahme an der WM im August 2019 in Gwangju in Südkorea fest im Blick. Allerdings brauche sie hierfür die Unterstützung von Sponsoren, denn die Reise nach Südkorea müssen sie komplett selbst finanzieren.

(Report Anzeigenblatt)