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Eine Kapelle bleibt

Eine Kapelle bleibt
Start der Prozession an der entwidmeten Kirche. Gut zu sehen der Glockenturm im Vordergrund. Für die Glocken wird noch eine sinnvolle Verwendung gesucht. FOTO: max
Willich. Die Kirche St. Mariä Rosenkranz an der Krefelder Straße ist kein geweihter Raum mehr. Am Sonntag nahmen die Katholiken im Bereich Willicher Heide Abschied von „ihrem“ Gotteshaus. Von Lutz Schütz

Die Gemeinschaft der Gemeinden Willich, die schon das ehemalige Pfarrhaus (jetzt Asylbewerberunterkunft) an die Stadt verkauft hatte, hat jetzt aus wirtschaftlichen Gründen auch die Kirche und die weiteren Gebäude der ehemaligen Pfarrvikarie an die Stadt verkauft.

Die Entwidmung der Kirche begann im voll besetzten Gotteshaus mit einer festlichen Messe um 10 Uhr unter Mitwirkung des Kirchenchores. GdG-Leiter Pfarrer Jürgen Lenzen zelebrierte zusammen mit Pfarrer Leonard Müller und Domkapitular Rolf-Peter Cremer die Messe, an deren Ende die Verlesung der Entwidmungsurkunde des Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff stand.

Im Anschluss an die Entwidmung brachten die Gemeindemitglieder in einer feierlichen Prozession das Allerheiligste, Osterkerze, Lektionar, Messbuch und weitere liturgische Gegenstände von der Krefelder Straße zur Pfarrkirche St. Katharina.

Mit dem Schlusssegen in ihrer neuen Pfarrkirche endete für die Katholiken der Willicher Heide der feierliche Akt. Es folgte ein lockeres Beisammensein unter dem Turm der Pfarkirche mit einem kleinen Imbiss. Dort wurde den Prozessionsteilnehmern auch ein Modell einer kleinen Kapelle gezeigt, die für die Madonna von St. Mariä Rosenkranz noch in diesem Sommer gebaut wird.

(StadtSpiegel)