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Einbruch ist Sekundensache

Einbruch ist Sekundensache
Einbrecher suchen gezielt Häuser und Wohnungen aus, wo das Entdeckungsrisiko gering ist. Sind Türen oder Fenster schlecht oder gar nicht gegen Einbruch gesichert, bedarf es oft weniger Sekunden, um einzudringen. Foto: vonovia / Fotolia.com
Stadt Willich. Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Je früher die Sonne untergeht, desto aktiver sind Einbrecher. Im Schutze der Nacht sind sie auf der Suche nach dem nächsten „Bruch“. Von Lutz Schütz

Schon mehr als 500 Einbrüche wurden allein im ersten Halbjahr 2015 im Kreis Viersen verzeichnet. Laut der Polizei eine prozentuale Steigerung von satten 45 Prozent. Zwar gibt sich Kriminaldirektor Siegfried Lantermann kämpferisch: „Das ist nicht weiter hinnehmbar und wird in den kommenden Wochen und Monaten eine noch intensivere Bekämpfung erfahren als bislang schon.“ Aber genaue Gründe, worauf die Steigerung zurückzuführen ist, kann er auch nicht nennen.

Vermutet wird, dass die deutliche Steigerungsrate, die vor allem bei den Tageswohnungseinbrüchen zu Buche schlägt, auf auswärtige, reisende Tätergruppen zurückzuführen ist, die sich in diesem Jahr anscheinend besonders den Kreis Viersen als Betätigungsfeld auserkoren haben. In Häuser wird meistens von der Rückseite aus eingebrochen (Aufhebeln der Terrassentür), in Mehrfamilienhäusern kommen die Langfinger dagegen in der Regel durch die Eingangstür!

Umso wichtiger ist es jetzt, auch bei kurzen Herbstspaziergängen immer das Haus oder die Wohnung (alle Türen und Fenster) gut zu verriegeln und über weitergehende Sicherungsmaßnahmen nachzudenken.

Wichtig ist auch, dass die Bevölkerung wachsam bleibt und dass sich Nachbarn gegenseitig unterstützen. Die Polizei im Kreis Viersen appelliert an alle Willicher Bürger: „Rufen Sie sofort ohne Zögern die 110 an, wenn Ihnen in Ihrem Wohnumfeld etwas verdächtig erscheint. Schieben Sie mit uns gemeinsam den Einbrechern einen Riegel vor!“

(Report Anzeigenblatt)